Skype für Symbian-Smartphones kommt Ende 2006
Auf Nachfrage von Golem.de wollte sich Skype nicht dazu äußern, für welche Symbian-Oberfläche Skype adaptiert wird. Da der Client jedoch auf einigen Nokia-Geräten in den Handel kommen soll, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Symbian Series 60 3rd Edition handelt. Außerdem soll Anfang 2007 eine Skype-Version für Windows Mobile in der Smartphone Edition erscheinen, die seit April 2006 als Beta-Version(öffnet im neuen Fenster) verfügbar ist.
Eric Lagier, Director Business Development bei Skype, hat auf dem Mobile Summit 2006 in München die Netzbetreiber dazu aufgerufen, Skype auf dem Handy als Chance, nicht als Konkurrenz zu betrachten. Für die Netzbetreiber ist der Dienst kein Feind, sondern ein attraktives Angebot, argumentiert Lagier. Denn mit einem interessanten Dienst wie Skype könnten die Mobilfunker neue Kundenschichten anlocken. Mit einer größeren Kundenbasis könnten dann etwa die netzbetreibereigenen Multimedia-Portale mehr Zulauf erhalten.
Die Mobilfunkanbieter würden also ähnlich wie Skype von der puren Anzahl der Nutzer profitieren. Zwar fielen auf der einen Seite Gesprächsgebühren weg, doch auf der anderen Seite fragt der Nutzer im Gegenzug Datenvolumen zur Übertragung der Gespräche nach, an denen der Provider verdient.
Auch Skype profitiert von einer großen Kundenanzahl. Das Unternehmen verdient Geld über zusätzliche Dienstleistungen wie Mailboxabfrage oder SkypeOut, d.h. Telefonate von Skype zu Festnetz oder Handy. Bekäme Skype zusätzlich Zugriff auf Mobiltelefon-Nutzer, entstünde ein Markt, der das bisherige Internetgeschäft von Skype stark erweitern könnte.
Derzeit spricht Skype mit den vier deutschen Netzbetreibern, doch dürfte es noch ein langer Weg sein, bis Skype für jedermann auf dem Mobiltelefon in Deutschland erhältlich ist – zumal bislang ausschließlich Skype-Clients für Smartphone-Plattformen angekündigt wurden und passende Software für normale Handys bislang nicht geplant sind.



