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Firefox 2.0 mit Rechtschreibkorrektur ist da

Neue Version mit verbessertem Tabbed-Browsing und Anti-Phishing-Funktion. Mit renovierter Oberfläche und einigen neuen Funktionen ist der Browser Firefox ab sofort in der Version 2.0 verfügbar. Firefox 2.0 umfasst einen Phishing-Filter, verbessertes Tabbed-Browsing sowie eine Vorschau beim Eintragen neuer News-Feeds. Eine Rechtschreibkorrektur vermindert Tippfehler etwa beim Schreiben von Forenkommentaren oder bei der Nutzung von Webmailern.
/ Ingo Pakalski
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Das neue Standard-Theme in Firefox 2.0 stammt vom kanadischen Design-Büro Radiant Core(öffnet im neuen Fenster) , die bereits den Webauftritt von Mozilla entworfen haben. Außerdem wurde der Konfigurationsdialog neu gestaltet und ein zentraler Manager verwaltet sowohl Erweiterungen als auch Themes in einer Oberfläche.

Optimiert und erweitert wurde das Tabbed-Browsing in Firefox 2.0, so dass standardmäßig neu aufgerufene Webseiten nun in einem neuen Browser-Tab statt in einer neuen Browser-Instanz landen. Zudem lassen sich versehentlich geschlossene Webseiten bequem wieder öffnen. Dazu erhielt das nun als Chronik bezeichnete Gehe-Menü einen neuen Menüpunkt, um darüber die kürzlich geschlossenen Tab-Fenster zu öffnen. Mit dem Tastenkürzel Strg-Shift-T lässt sich das zuletzt geschlossene Tab-Fenster zügig aufrufen.

Sobald mehr Tab-Fenster geöffnet sind, als der Browser vernünftig anzeigen kann, erscheinen Scrollpfeile an den äußeren Enden der Tab-Toolbar, um die Tabs durchzublättern. Als weitere Neuerung merkt sich Firefox im Falle eines Programmabsturzes die zuletzt geladenen Webseiten und lädt diese beim Programmstart wieder. Ein komplettes Session-Management für Tab-Seiten fehlt Firefox von Haus aus weiterhin, aber dies lässt sich per Erweiterung nachrüsten. Sehr gut versteckt in den Einstellungen unter "Allgemein" kann der Nutzer immerhin auswählen, dass Firefox beim nächsten Aufruf mit den zuletzt geöffneten Tab-Fenstern gestartet wird. Aber selbst wenn diese Option gewählt ist, spuckt der Browser beim Beenden weiterhin den gewohnten Warnhinweis aus, dass gleich alle offenen Tab-Seiten geschlossen werden.

Firefox 2.0 enthält nun einen Phishing-Filter, der vor dem Besuch potenzieller Phishing-Seiten warnen soll. Ein deutlich sichtbarer Warnhinweis gestattet, den Hinweis zu ignorieren oder die Seite zu verlassen. Hierfür befragt Firefox 2.0 vor dem Aufruf von Webseiten eine Datenbank mit bekannten Phishing-Seiten. Diese Liste wird automatisch aktualisiert und lokal auf dem Rechner gespeichert.

Wahlweise kann der Anwender Google als Datenlieferanten verwenden. In diesem Fall werden die aufgerufenen URLs an Google übermittelt und Firefox greift nicht nur auf eine lokal geladene Phishing-Datei zurück. Der Google-Phishing-Schutz ist standardmäßig deaktiviert und muss manuell eingeschaltet werden. Auf Wunsch kann der Phishing-Filter komplett abgeschaltet werden.

Wie gewohnt besitzt Firefox 2.0 in der Adressleiste eine Eingabebox, um Anfragen gezielt an Suchmaschinen weiterzureichen. Zur Verwaltung der verschiedenen Suchmaschinen steht ein überarbeiteter Konfigurationsdialog bereit. Zudem werden in den Suchboxen die Vorschlagfunktionen von Google und Yahoo unterstützt, so dass sich der Nutzer bei Eingabe eines Suchwortes Tipparbeit erspart. Sobald die eingegebenen Buchstaben auf ein der Suchmaschine bekanntes Wort passen, werden entsprechende Vorschläge zur Vervollständigung der Suchanfrage unterbreitet.

Eine Verbesserung betrifft die News-Feed-Funktion in Firefox, die bei der Bestellung neuer Feeds eine Vorschau liefert, um sich vorab einen Eindruck des betreffenden Angebots zu verschaffen. Hierbei besteht die Möglichkeit, die Feeds mit Firefox zu verwalten oder online an den Google Reader, Bloglines, My Yahoo oder andere Dienste weiterzureichen.

Firefox 2.0 bietet eine Rechtschreibkorrektur, um Eingaben in Textboxen auf Tippfehler etwa beim Schreiben von Forenkommentaren oder Nachrichten über Webmailer zu vermeiden. Fehlerhafte Eingaben werden rot unterkringelt, so dass fehlerhafte oder dem Wörterbuch unbekannte Wörter leicht auffallen. Zum Lieferumfang der deutschen Version gehört aber leider kein passendes Wörterbuch, so dass dieses nachträglich manuell installiert(öffnet im neuen Fenster) werden muss.

Die Lesezeichen verstehen so genannte " Micro-Summaries(öffnet im neuen Fenster) ", die statt des Webseitentitels immer die aktuelle Meldungsüberschrift im Lesezeichen-Link anzeigen. Diese Funktion muss von Webseiten direkt unterstützt werden. Der Nutzer kann neuerdings einen beliebigen Editor bestimmen, um den Quelltext einer Webseite zu betrachten.

Firefox 2.0 unterstützt außerdem JavaScript 1.7, SVG-Text sowie TLS Server Name Indication(öffnet im neuen Fenster) und liefert ein nochmals überarbeitetes Erweiterungssystem, was die Sicherheit verbessern und eine Lokalisierung von Erweiterungen vereinfachen soll. Das neue Client-Side-Session und Persistent Storage(öffnet im neuen Fenster) stellt quasi eine Erweiterung bisheriger Cookies dar. Damit soll etwa der Online-Einkauf sicherer und weniger fehleranfällig werden.

Firefox 2.0 steht ab sofort für Windows, Linux und MacOS X unter anderem in deutscher Sprache per ftp-Server zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. In den nächsten Stunden werden wohl auch die Firefox-Webseiten angepasst, die bisher noch auf die alte Version verweisen. Nach den letzten Informationen sollte Firefox 2.0 erst am Dienstag erscheinen, ist nun aber bereits einen Tag früher fertig geworden. Die Windows-Ausführung hat einen neuen Installer erhalten, um die Einspielung der Software zu vereinfachen. Die Final-Version entspricht wie erwartet dem Release Candidate 3 von Firefox 2.0 .

Nachtrag vom 25. Oktober 2006:
Mittlerweile hat das Mozilla-Team die Webseiten aktualisiert, so dass Firefox 2.0 nun auch ganz reguläre als Download(öffnet im neuen Fenster) bereit steht.


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