NRW-Ministerpräsident bezweifelt GEZ-Nachfolgesystem
Die neue Haushaltsabgabe, die in zwei Jahren die Rundfunkgebühr ablösen könnte, soll kein Schnellschuss werden, forderte Rüttgers gegenüber dem Spiegel. "Mir scheinen viele Aspekte – etwa einer 'Haushaltsabgabe' – noch nicht wirklich durchdacht zu sein."
Das betreffe verfassungsrechtliche Aspekte ebenso wie die Frage der Kompatibilität mit dem Europarecht. Etliche Fragen seien ungeklärt. Rüttgers: "Gilt die Abgabe am Ende als eine neue Steuer? Ist sie eine Beihilfe oder eine Subvention?"
Der Ministerpräsident bezweifelte gegenüber dem Spiegel auch die Sozialverträglichkeit des neuen Modells. "Auch die bislang bestehenden sozialen Komponenten der Rundfunkgebühr müssen in einem neuen System Berücksichtigung finden". "Es muss sichergestellt sein, dass die Gebührenerhebung in einem neuen Modell mehr Akzeptanz findet als im bisherigen."
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