Ubuntu "Edgy Eft" als Release Candidate
Der Release Candidate von Ubuntu 6.10 kommt wie üblich auf einer Live-CD daher, von der sich das System aus auch direkt installieren lässt. Damit können Nutzer Ubuntu und einige Programme schon vor der Installation testen. Zusätzlich gibt es auch eine Server-CD sowie die "Alternate-Install-CD", die beispielsweise zur LVM- und RAID-Partitionierung dient.
Edgy Eft, das den Linux-Kernel 2.6.17 nutzt, bringt zwar eine Reihe Änderungen mit, von denen die meisten allerdings unter der Haube stecken. Damit handelt es sich zwar um wichtige Schritte, von denen der normale Nutzer allerdings nur wenig mitbekommt. Wer Wert auf ein stabiles System mit langer Sicherheitsunterstützung legt, soll daher nach Meinung der Entwickler auch weiterhin Ubuntu 6.06 LTS einsetzen. Edgy Eft hingegen ist mehr zum Ausprobieren der neuen Techniken gedacht.
Die größte Neuerung in Ubuntu 6.10 ist das neue Init-System Upstart, das sich nach Ereignissen richtet und das alte Sysvinit ersetzt. Allerdings ist es noch nicht vollständig integriert. Auch die Virtualisierungssoftware Xen und Aiglx für Desktop-Effekte sind in Ubuntu 6.10 zu finden, werden aber nicht standardmäßig eingerichtet.
Das Aussehen des GNOME-Desktops wurde ebenfalls überarbeitet und der Firefox-Browser nutzt nun ein neues Thema, um sich besser in den Desktop einzufügen. Das Kubuntu-Design überarbeiteten die Entwickler ebenfalls.
Ubuntu(öffnet im neuen Fenster), Kubuntu(öffnet im neuen Fenster) und Edubuntu(öffnet im neuen Fenster) stehen ab sofort als Release Candidate für x86, PowerPC und AMD64 zum Download bereit. Die fertige Version soll dann am 26. Oktober 2006 erscheinen.
Unterdessen gab Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth auch schon einen kleinen Ausblick auf den Edgy-Eft-Nachfolger, der im April 2007 erscheinen soll.
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