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BenQ Mobile: Radikaler Umbau, 1.900 müssen gehen

Insolvenzverwalter empfiehlt Einstieg ins OEM-Geschäft

Auf einer Mitarbeiterversammlung des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile erläuterte Insolvenzverwalter Martin Prager in München seine Vorstellungen für eine Rettung des Unternehmens: Die Firma solle sich nur noch als Auftragshersteller für Handys präsentieren, was rund 1.900 Arbeitsplätze kostet.

Artikel veröffentlicht am ,

Prager stellte unmissverständlich fest: "Wenn dieses Unternehmen auf Kosten seiner Gläubiger rote Zahlen schreibt, kann und darf ich es nicht fortführen." Durch den Insolvenzantrag sei BenQ Mobile von einem "Global Player" zu einem nur noch in Europa agierenden Unternehmen geworden, das außerdem unter einer beschädigten Marke operiere, so Prager. Der Insolvenzverwalter empfahl als Ergebnis seiner dreiwöchigen Untersuchung der Firma ein neues Geschäftsmodell.

Inhalt:
  1. BenQ Mobile: Radikaler Umbau, 1.900 müssen gehen
  2. BenQ Mobile: Radikaler Umbau, 1.900 müssen gehen

Dieses Konzept erläuterte BenQ Mobiles Geschäftsführer Clemens Joos: Sein Unternehmen soll künftig nur noch als Auftragshersteller Handys entwickeln, designen und nur "möglicherweise" auch herstellen. Das Modell entspricht damit dem OEM-Konzept des "Original Equipment Manufacturer" (OEM), wie es ironischerweise vor allem taiwanische Firmen beherrschen. Siemens' Handy-Sparte war vor Jahresfrist von der taiwanischen BenQ mit dreistelligen Millionenförderungen seitens Siemens übernommen worden.

Durch das geänderte Geschäftsmodell hofft Prager, BenQ Mobile auch über den schon zugesicherten 1. Januar 2007 hinaus fortführen zu können. Bis dahin sollen alle Arbeitsverträge bestehen bleiben und die Mitarbeiter Insolvenzausfallgeld erhalten. Danach stünden aber knapp 1.100 Arbeitsplätze von zuvor rund 1.800 in Kamp Lintfort und rund 850 von zuvor 1.300 Arbeitsplätzen in München zur Disposition. Entsprechend der neuen Ausrichtung sollen in den Abteilungen Marketing, Vertrieb und Fertigung die Mitarbeiterzahlen um 75 Prozent sinken. Mit in Zukunft 500 statt bisher 700 Arbeitnehmern sollen Forschung und Entwicklung weitgehend geschont werden.

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BenQ Mobile: Radikaler Umbau, 1.900 müssen gehen 
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Michael - alt 22. Okt 2006

Leider nein. Siemens hat sich sehr bemüht, auch durch Zuarbeit externer Kräfte, am Ball...

eleitl 20. Okt 2006

Hast Du die Verkaufszahlen von BenQ in Deutschland letztens gesehen? Die Patente werden...

genab.de 20. Okt 2006

so ist die 01805333226 ist nicht mehr erreichbar, oder es kommt eine fast schon zu...

nicoledus 20. Okt 2006

wird aber wieder BenQ sein. Immerhin ist bleibt dieser Konzern die Muttergesellschaft und...

MB 20. Okt 2006

... daß sich die BenQ - Zahlen bereits erholt haben ???


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