SimulationMark: OpenGL-Test für Handy-Entwickler
Moderne Prozessoren, gleich ob CPU oder GPU, werden längst mit Großrechnern entwickelt und dabei auch simuliert: Ein Cluster aus mehreren Hochleistungscomputern kann so alle Funktionen der neuen, deutlich weniger Rechenleistung bietenden mobilen Endgeräte testen. Für solche Systeme hat Futuremark den "SimulationMark ES 2.0" entwickelt. Er soll auch ohne "first silicon", also die ersten Prototypen eines neuen Chips, auf den Simulatoren Testzyklen durchführen können.
Der SimulationMark arbeitet mit Open GL ES, einer 3D-Schnittstelle, die unter anderem Sony Ericsson bereits mit drei Handy-Modellen unterstützt . Um die Entwicklung von Spielen über mehrere Plattformen zu erleichtern, hat Futuremark aber die Teile des Tests aus den PC-Programmen der 3DMark-Serie abgeleitet. Der SimulationMark soll so unter anderem die Shader-Programme von modernen Spielen simulieren. Diese Shader sind über Treiber eigentlich chipspezifisch, lassen sich aber durch Schnittstellen wie OpenGL oder DirectX abstrahieren.
Auf welchen Chip-Simulatoren der neue Benchmark läuft, verrät FutureMark nicht. Der Preis der Lizenz beträgt 15.000,- Euro, die Software ist damit nur für die tatsächlichen Entwickler von Handy-Hardware interessant. Futuremark hofft aber auch, dass die Netzbetreiber sich für den SimulationMark interessieren, um Entscheidungen über neue Handys treffen zu können – dafür müssten die Chipdesigner aber ihre Entwicklungsdaten herausrücken, was im Entwurfsstadium eher unüblich ist. Und für Software-Entwickler fehlt immer noch ein Programm, das die 3D-Leistung auf erst angekündigten Handys simuliert.