Entwickler wollen Debian Etch pünktlich veröffentlichen

Firmware-Problematik soll weiter diskutiert werden

Die Entwickler der freien Linux-Distribution Debian haben ihre Abstimmungen beendet und wollen Etch in jedem Fall pünktlich veröffentlichen. Die beantragte Absetzung des Projektleiters ist damit vom Tisch, die Situation der unfreien Firmware-Pakete in Debian soll nach Erscheinen der nächsten Version weiter diskutiert werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Als der Freeze der Debian-Distribution vor wenigen Tagen verschoben wurde, bekräftigte Release-Manager Andreas Barth noch, dass diese Entscheidung keine Auswirkungen auf die Veröffentlichung von Debian 4.0 alias Etch habe. Die neue Version der Linux-Distribution ist für Dezember 2006 angekündigt.

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Doch zu diesem Zeitpunkt liefen noch Abstimmungen unter den Programmierern, die eine rechtzeitige Veröffentlichung hätten verhindern können. Einige Entwickler forderten, Projektmanager Anthony Towns abzusetzen, da er mit seinem Projekt Dunc-Tank.org plant, Release-Manager Barth zu bezahlen. Dies schmeckte vielen nicht, sollte die Arbeit an Debian doch traditionell freiwillig erfolgen, was einige durch die finanzielle Unterstützung gefährdet sahen. Nach Ende dieser Abstimmung ist der Antrag allerdings vom Tisch und Towns bleibt Projektleiter.

Die beiden weiteren Abstimmungen beschäftigten sich mit dem Problem unfreier Firmware-Pakete, wie sie von manchen Treibern benötigt werden, im Hauptarchiv der Distribution. Diese verstoßen an sich gegen die Debian-Richtlinien für freie Software. Über diese Problematik soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erneut diskutiert werden. Dafür stimmte die Mehrheit für die rechtzeitige Veröffentlichung von Etch, selbst mit unfreien Firmware-Paketen.

Debian 4.0 wird unter anderem den GCC 4.1 als Standard-Compiler einsetzen, SELinux sowie Large File Support unterstützen. IPv6 und die Linux Standard Base 3.1 sollen ebenfalls in die neue Version integriert werden. Für Etch nannten die Debian-Entwickler erstmals einen festen Veröffentlichungstermin. Projektleiter Anthony Towns kündigte zu seiner Wahl an, die Entwicklung der Distribution beschleunigen zu wollen.

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