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Bitkom: Europäischer ITK-Markt soll 2006 und 2007 wachsen

Breitband-Dienste, Software und IT-Services sind Markttreiber. Der Markt der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) soll innerhalb der Europäischen Union 2006 um 3,1 Prozent auf 644 Milliarden Euro wachsen. Die Bundesrepublik soll auch weiterhin den größten Einzelmarkt ausmachen, so der Bitkom-Verband.
/ Andreas Donath
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"Europa liegt stabil im Plus", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. "Die Wirtschaft investiert kräftig in Informationstechnologie – europaweit." Der Bitkom-Verbandschef beruft sich auf eine Studie des Marktforschungsprojekts EITO (European Information Technology Observatory).

Auch 2007 solle sich der Markt ähnlich stark entwickeln. Man erwartet ein Wachstum von 2,9 Prozent auf insgesamt 663 Milliarden Euro. Das Wachstum ist der Studie nach in Spanien mit 5,2 Prozent und Großbritannien mit 3,3 Prozent zurzeit am höchsten im EU-Bereich.

Der Software-Bereich zeigt das höchste Wachstum mit 6,3 Prozent, danach folgt der Dienstleistungssektor mit 5,3 Prozent. Markttreiber sind Outsourcing, Consulting und System-Integration. Auf dem Hardware-Markt hingegen lässt sich kaum zusätzlicher Umsatz machen. Der Server-Markt schrumpfte 2006 um 0,3 Prozent, der PC-Umsatz um 1,2 Prozent. Für 2007 erwarten die Marktforscher wieder ein leichtes Plus.

Im Bereich Telekommunikation wuchs innerhalb der EU der Markt um 2,5 Prozent und erreichte der Studie nach ein Volumen von 339 Milliarden Euro. Mobile Dienste verzeichneten ein Wachstum von 3,8 Prozent, im Festnetzbereich geht der Markt 2006 und 2007 um jeweils 4,3 Prozent zurück. Besser sieht es dagegen im Segment Internet- und Festnetz-Datendienste aus. 2006 wurde hier ein Plus von 10,6 Prozent erzielt.

Rohleder lobte das hohe Know-how in Deutschland und der EU, das es aber auch marketing- und vertriebsseitig umzusetzen gelte. Er kritisierte gleichzeitig die Politik, die mit Rundfunkgebühren auf PCs und Handys die Mediennutzung in Deutschland ausbremse. Der Bund und die Länder würden zudem Milliarden-Investitionen in Spitzentechnik vor sich herschieben.


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