Neues Sicherheitsloch bei Toshibas Bluetooth-Modulen
Der Fehler betrifft alle Module, die mit Treibern der Versionen 3.x oder 4.x bis zur Version 4.00.35 betrieben werden. 64-Bit-Versionen der Treiber sind nicht betroffen. Bei den meisten vorinstallieren Bluetooth-Treibern kann man die Versionsnummer über das Bluetooth-Icon im Infobereich (Systray) überprüfen. Die Entdecker der Lücke(öffnet im neuen Fenster), SecureWorks, nennen als betroffene Hersteller Asus, Dell und Sony. Toshibas Bluetooth-Module dürften aber noch in vielen anderen Mobilrechnern stecken, unter anderem denen von Toshiba selbst. Der Fehler unterscheidet sich von der DoS-Attacke auf Toshibas Bluetooth-Stack, die im Juni 2006 entdeckt wurde.
Vor der Veröffentlichung der neuen Lücke hatte SecureWorks mit Toshiba Kontakt aufgenommen, so dass das Unternehmen bereits einen Patch(öffnet im neuen Fenster) anbieten kann. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Toshiba-Treiber auf manchen Notebooks erst installiert werden, wenn man das entsprechende Icon im Infobereich von Windows anklickt. Ein Patch kann die nur als Installationsdatei vorhandenen Treiber so unter Umständen nicht entdecken.
Wie der aktuelle Fall zeigt, ist es stets riskant, Funkmodule sorglos eingeschaltet zu lassen. Insbesondere an belebten Orten wie auf Konferenzen, Messen, Flughäfen oder Bahnhöfen sollte man seine drahtlosen Netzwerke – so sie denn unbedingt eingeschaltet sein müssen – auf "unsichtbar" stellen, was bei Bluetooth im Gegensatz zu WLAN immerhin möglich ist. So zeigen etwa Intels Centrino-Treiber für WLAN-Module stets auch alle versteckten Netze an, was mit anderen Utilities ohnehin kein Problem ist.
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