Abo
  • Services:
Anzeige

Vibration mit mikroskopischen Goldkügelchen spart Akkustrom

Deutlich günstiger als Beschleunigungssensoren auf Siliziumbasis

Viele mobile Geräte wie Handys, Rechner, Hörgeräte, PDAs, Fahrradrücklichter oder Ähnliches haben nach einiger Zeit keinen Strom mehr. Zwar gibt es viele Fortschritte auf dem Gebiet der Akku- und Batterienentwicklung, doch oft wird schlicht vergessen, das Gerät bei Nichtgebrauch auszuschalten. Ein Mikrovibrationsschalter, der auf kleinste Erschütterungen reagiert, soll dies nun ändern.

Professor Dr. Hartmut Gemmecke und Dr. Thoma Blank vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am Forschungszentrum Karlsruhe haben eine Lösung entwickelt, die aus einem Schalter besteht, in dessen Innerem in einem Hohlraum eine vergoldete Stahlkugel mit 0,8 mm Durchmesser liegt.

Anzeige

Erschütterungen des Schalters bzw. des Gegenstandes, in dem er eingebaut ist, setzen die Kugel in Bewegung. Indem sie wie ein Tennisball zwischen zwei vergoldeten Kontakten hin- und herrollt, schließt sie den Stromkreis. In vollkommener Ruhe dagegen wird der Stromkreis unterbrochen. Das Verfahren soll in manchen Bereichen bis zu zehnmal längere Nutzungszeiten erlauben, so die Wissenschaftler.

Der Schalter wird in einem preisgünstigen Herstellungsverfahren produziert. "Wir nehmen genau die gleichen Leiterplatten und Herstellungsverfahren, wie sie bei der Massenproduktion von Elektronik verwendet werden", so Blanke.

Im IPE werden die Leiterplatten dann in jeweils 1.024 einzelne Schalter zerlegt, automatisch getestet und sortiert. Im Vergleich mit einem Beschleunigungssensor auf Siliziumbasis ist der Mikrovibrationsschalter nach Angaben der Beteiligten deutlich günstiger.

Ihre Erfindung aus dem Forschungszentrum Karlsruhe wollen die Wissenschaftler nun selbst vermarkten und haben mit Unterstützung des Forschungszentrums und der Helmholtz-Gemeinschaft die Firma Sensolute GmbH gegründet. Mitbeteiligt an der Ausgründung ist mit 20 Prozent auch das Forschungszentrum Karlsruhe selbst.

Der Schalter könnte eine günstige Alternativlösung für die bisher verwendeten Vibrationsschalter auf Quecksilberbasis sein, die bspw. auch in vielen mobilen Alarmanlagen eingesetzt werden. Diese Schalter sind seit Juli 2006 europaweit verboten.

Batteriegetriebene Fahrradrücklichter sind der erste Massenmarkt: Das Licht schaltet sich automatisch aus, wenn das Rad abgestellt wird, dadurch hält die Stromversorgung bis zu zehnmal länger. Weitere Anwendungen sieht Gemmeke in GPS-Geräten, Spielzeugen oder auch Hörgeräten: Kleinste Vibrationen genügen, um das Gerät in Betrieb zu setzen, bei Stillstand wird die Batterie geschont.

"Anfragen für mehrere Millionen Stück liegen bereits vor", so Jens Fahrenberg, Leiter der Stabsabteilung Marketing, Patente und Lizenzen des Forschungszentrums Karlsruhe, der die Gründungsphase begleitet und betreut hat.


eye home zur Startseite
testuser 13. Okt 2006

Eher zuviel.. Selbst mit einem normalen Mountainbike ist bei spätestens 50km/h die Birne...

NN 13. Okt 2006

naja, das display abschalten kanns sicherlich selbst, tortzdem halte ich die idee mit...

holgerbr 13. Okt 2006

Wenn es auf kleinste Erschütterungen reagiert, was ist dann wenn ich mein Fahrrad...

Mondblut 13. Okt 2006

Naja, naja... heiz mal Uran auf 1400k und du hast es fluessig; allerdings moechte ich...

Tinxo 13. Okt 2006

Das sehe ich nicht so. Erstens gibt es bereits Bewegungssensoren und sie werden auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. Leadec Management Central Europe BV & Co. KG, Heilbronn
  3. Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  4. Landeshauptstadt München, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. ab 439,85€
  3. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  2. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  3. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedated

  4. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  5. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  6. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

  7. E-Commerce

    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

  8. id Software

    Quake Champions startet in den Early Access

  9. Betrug

    Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

  10. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Starcraft Remastered: "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
Starcraft Remastered
"Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Blizzard Overwatch bekommt Deathmatches
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  2. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte
  3. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100

  1. Re: Wird doch nix

    Mr Miyagi | 02:23

  2. Re: Das ist nicht die Aufgabe des Staates

    Libertybell | 02:15

  3. Re: Standard-Nutzername lautet pi

    Teebecher | 02:04

  4. Re: Technische Details

    Gandalf2210 | 01:24

  5. Re: Bei einer Neuinstallation...

    Teebecher | 01:22


  1. 14:38

  2. 12:42

  3. 11:59

  4. 11:21

  5. 17:56

  6. 16:20

  7. 15:30

  8. 15:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel