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Dateisystem Ext4 im Linux-Kernel 2.6.19

Ext3-Nachfolger wird im stabilen Kernel entwickelt. Obwohl die Aufnahmephase für neue Funktionen in die nächste Version des Linux-Kernels eigentlich schon abgeschlossen ist, hat Linus Torvalds jetzt noch das neue Dateisystem Ext4 integriert. Der Nachfolger des verbreiteten Ext3-Systems wird nun direkt im stabilen Kernel entwickelt, ist allerdings als experimentell gekennzeichnet. An Ext3 selbst werden damit nur noch Wartungsarbeiten durchgeführt.
/ Julius Stiebert
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Vor genau einer Woche, am 5. Oktober 2006, veröffentlichte Linus Torvalds den ersten Release Candidate der nächsten Kernel-Version 2.6.19, der auch Red Hats Cluster-Dateisystem GFS2 enthält . Mit Veröffentlichung der ersten RC-Version werden normalerweise keine Funktionen mehr aufgenommen, sondern die Entwickler konzentrieren sich in den folgenden vier bis sechs Wochen auf die Stabilisierung der Neuzugänge.

Entgegen dieser Gewohnheit hat Linus Torvalds nun aber noch das neue Dateisystem Ext4 integriert(öffnet im neuen Fenster) . Ext4 ist der Nachfolger des verbreiteten Ext3-Dateisystems und wurde als Reaktion auf immer wieder neu erscheinende Erweiterungen für Ext3 gestartet. Ext3 selbst soll nur noch Fehlerkorrekturen erhalten, während neue Funktionen direkt im Kernel in Ext4 fließen.

Unter anderem wird Ext4 mit Dateisystemen umgehen können, die bis zu 1 EByte (Exabyte, 10^18 Byte) groß sind. Mit der Stabilität des Codes rechnen die Entwickler allerdings erst in sechs bis neun Monaten. Ext4 soll dabei rückwärtskompatibel bleiben, also auch Ext3-Dateisysteme mounten können.

Damit enthält die nächste Kernel-Version gleich zwei neue Dateisysteme, während das schon lange wartende Reiser4 noch immer von Andrew Morton kontrolliert wird. Es soll aber voraussichtlich in den Kernel 2.6.20 gelangen.


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