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Debian verschiebt Freeze für Etch

Neue Version soll trotzdem im Dezember 2006 erscheinen. Die Entwickler der Linux-Distribution Debian haben sich entschlossen, das Archiv noch nicht einzufrieren. Derzeit gebe es noch zu viele veröffentlichungskritische Fehler. Auswirkungen auf das Erscheinungsdatum der neuen Version soll die Entscheidung indes nicht haben.
/ Julius Stiebert
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Der Debian-Release-Manager Andreas Barth gab die Entscheidung in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) bekannt. So gebe es derzeit noch rund 250 als veröffentlichungskritisch eingestufte Fehler, während der Zeitplan nur etwa 80 dieser Probleme vorsehe. Würde man das Archiv jetzt einfrieren, würde sich auch der Erscheinungstermin verzögern, da der Aufwand für die Verwaltung des eingefrorenen Archivs höher wäre.

Hinzu komme der Debian-Installer, der noch immer nicht als Release Candidate vorliegt und damit zusätzlich den Freeze verzögert. Allerdings soll es sich laut Barth nur um ein paar Tage handeln, Ende Oktober oder Anfang November 2006 soll der Freeze erfolgen, so dass Debian 4.0 planmäßig im Dezember 2006 erscheinen kann.

Derzeit beraten die Entwickler allerdings noch darüber, ob unfreie Firmware im Hauptarchiv der Distribution akzeptiert wird oder nicht. Ferner hat Projektleiter Anthony Towns vorgeschlagen, zu einer alten Version des Gesellschaftsvertrages zurückzukehren und einige Entwickler wollen ihn seines Amtes entheben, da er mit dem Projekt Dunc-Tank.org plant, Release-Manager Barth zu bezahlen. All diese Entscheidungen werden eine unmittelbare Auswirkung auf den Erscheinungstermin von Debian Etch haben.


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