Maxdata kauft Yakumo

Computerhersteller will in das Privatkundengeschäft einsteigen

Der Computerhersteller Maxdata hat den Kauf des auf den Privatkundenbereich ausgerichteten Elektronik-Anbieters Yakumo inklusive dessen Markennamen angekündigt. Yakumo-Geschäftsführer Dr. Jürgen Rakow - der auch als Vobis-Vorstand tätig ist - wird das Unternehmen weiter führen, das Unternehmen bleibt auch nach dem Kauf in Braunschweig.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Maxdata-Aufsichtsrat hat dem Kauf der Yakumo GmbH am heutigen 11. Oktober 2006 zugestimmt. Maxdata will weiterhin auf den indirekten Vertrieb seiner PCs, Server und Monitore über Fachhändler setzen. Yakumo verkauft PCs, Zubehörprodukte, PDAs, Navigationssysteme, Digitalkameras und Unterhaltungselektronik aus meist asiatischer Fertigung unter gleichnamiger Marke. Yakumo beliefert mit seinen Produkten vor allem große Einzelhandelsketten. Etwa drei Viertel des Umsatzes werden in Deutschland erwirtschaftet, der Rest im übrigen Europa.

Durch den Zukauf hofft Maxdata auf Wachstum in einem Segment, in dem es bisher noch nicht aktiv war: "Maxdata steht für den indirekten Vertrieb zweier Marken für professionelle Anwender, die Marke Yakumo steht für den indirekten Vertrieb an private Anwender", so Vorstandssprecher Thomas Stiegler. "Mit dem Zukauf ergänzen wir die bestehenden Produkte und Vertriebswege. Die Marktkenntnisse und das Marketing-Know-how von Yakumo werden uns helfen, neue Wachstumspotenziale für die Gruppe Maxdata zu erschließen".

Die 51 Yakumo-Mitarbeiter werden laut Maxdata-Mitteilung in diesem Jahr einen Umsatz von rund 145 Millionen Euro erwirtschaften. Wie viel Maxdata der bisherigen Yakumo-Eigentümerin, der Adam Riesig GmbH, im Rahmen des Kaufs bezahlt, wurde nicht verraten. Die Marke Yakumo hatte schon des Öfteren den Besitzer gewechselt. Vor der Vobis-Tochter Adam Riesig GmbH gehörte Yakumo unter anderem den Distributionsgesellschaften Frank & Walter sowie der More! AG, die 1999 und 2001 respektive ihr Distributionsgeschäft eingestellt haben. Die Vobis AG erwarb die Marke Yakumo im Jahr 2001.

Maxdata hatte im März 2006 ein durch Entlassungen begleitetes Restrukturierungsprogramm gestartet, Stiegler zufolge greift es bereits und schuf damit erst die notwendigen Voraussetzungen für ein kontinuierliches Wachstum, das nun durch die Yakumo-Übernahme ergänzt werden soll. Maxdata hat zeitgleich zur Verkündung des Kaufs seine vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2006 bekannt gegeben, demnach erwirtschaftete das Unternehmen von Juli bis September 2006 einen Umsatz von 111,1 Millionen Euro nach 148,3 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt minus 5,8 Millionen Euro nach minus 9,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2005. "Damit zeigen sich erste positive Ergebnisse des im März gestarteten Restrukturierungsprogramms", so die Maxdata-Einschätzung. In vollem Umfang soll das Restrukturierungsprogramm ab 2007 wirksam werden, dann sollen auch wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

"In den ersten neun Monaten 2006 betrug der Umsatz 371,3 (458,8) Millionen Euro und das EBIT minus 35,4 Millionen Euro nach minus 18,7 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Ergebnissituation im traditionell umsatzstärksten vierten Quartal signifikant verbessert", heißt es weiter. Ob die prognostizierten Ziele von 600 Millionen Euro Umsatz und minus 25 Millionen Euro EBIT erreicht werden, kann Maxdata aber nicht ausschließen.

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titrat 14. Okt 2006

Was ist aus dem Full-HD-TFT in 42" für 1200 EUR geworden? Sollte doch jezt kommen - oder...

Consumer 12. Okt 2006

Curtis Newton Du bist doch den größten troll und depp!!! Denk mal nach ob du wenn du ne...

Sebastian Narz 12. Okt 2006

Zugegeben, Maxdata ist hardwaremässig nicht immer ganz auf der Höhe der Zeit, aber das...

Siege 12. Okt 2006

Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal nix sagen. ;-) Oder aber Du liest den Artikel...



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