Portland: Werkzeuge für mehr Eintracht auf dem Linux-Desktop
Bei den Xdg-Utils 1.0 handelt es sich um eine Gruppe von Werkzeugen zur Installation sowie eine Gruppe von Laufzeit-Werkzeugen. Die Installationshilfen übernehmen beispielsweise die anzulegenden Menüeinträge, platzieren Desktop-Icons und erstellen MIME-Verknüpfungen. Die anderen Programme sind zum Aufruf aus Anwendungen heraus gedacht und öffnen beispielsweise Dateien oder URLs in der vom Anwender bevorzugten Applikation.
Ein weiteres Programm ist für das Versenden von E-Mails mit dem Standard-E-Mail-Programm zuständig, ein anderes kontrolliert den Bildschirmschoner. Xdg-Su fragt nach dem Passwort, um Root-Rechte zu erlangen.
Neben dieser Werkzeugesammlung zählen auch eine Reihe von APIs zu Portland, die jedoch weiterhin nur als Technology Preview vorliegen. Entwickler sollen sich bei Verwendung dieser Teile auf ein Toolkit festlegen können und dennoch sicher sein, dass ihre Programme sowohl unter KDE als auch unter GNOME funktionieren und sich in die jeweilige Umgebung einfügen.
Trolltechs Qt-Framework 4.2 setzt Portland 1.0 bereits ein, um eine bessere Integration von Qt-Anwendungen in GNOME zu erreichen. Portland 1.0 ist zudem schon in den Linux-Distributionen Debian, Fedora und OpenSuse enthalten. Xandros und Red Flag haben als Nachzügler angekündigt, die Software ebenfalls in ihre nächsten Versionen zu integrieren.
Das Portland-Projekt wendet sich insbesondere auch an Softwarehersteller, um ihnen die Portierung von Anwendungen auf Linux zu erleichtern. Denn Anbieter müssen nicht länger eine Qt- und GTK-Version für KDE bzw. GNOME anbieten oder sich für eine der beiden Oberflächen entscheiden und damit einen Teil der potenziellen Kunden außen vor lassen.
Die Version 1.0 der Xdg-Utils steht ab sofort unter portland.freedesktop.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
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