iFusion-Aufsatz soll LCDs in 3D-Displays verwandeln
Zur iFusion getauften 3D-Technik verrät Neovision Labs bisher kaum etwas, nur dass sie weder auf einer linsenförmigen Optik ("Lenticular Lenses") oder einer Parallaxen-Barriere basiert und auch keine Verringerung der Bildauflösung mit sich bringe. Es kommt vermutlich ein Farbfiltersystem zum Einsatz, mit dem sich in Form von Anaglyphen vorliegende Stereogramme darstellen lassen.
Die Funktionsweise soll sich dennoch auch von der einfacher Folienbrillen mit unterschiedlich gefärbten oder getönten Gläsern unterscheiden, bei der zwei in Komplementärfarben eingefärbte Bilder überlagert und ihre Halbbilder von der Brille getrennt dargestellt werden, wodurch eine räumliche Illusion entsteht. Den besten Effekt soll es mit Magenta und Grün geben, so Neovision Labs. Auch Rot/Grün-Anagraphen würden funktionieren. Normales 2D-Bildmaterial und Text sollen scharf und ohne Beeinträchtigung dargestellt werden.
Die für später geplanten iFusion-Versionen für Fernseher, Monitore und Notebooks sollen für andere Betrachtungsabstände sowie auch für mehr Betrachter ausgelegt sein. Neovision Labs verspricht in dem Fall mindestens 5 mögliche "Betrachtungszonen", in der Regel sollen es aber eher 7 und entsprechend viele mögliche Betrachter sein, die vom 3D-Effekt noch etwas mitbekommen.
Treiber sind laut Neovision Labs nicht nötig, Bilder und Videomaterial müssen dank der optischen Lösung nur entsprechend aufbereitet bzw. geschaffen sein. Eine Liste von unterstützten, größtenteils kostenlosen Anwendungen, die 3D-Inhalte aus geeigneten Foto- und Videovorlagen erstellen können, will der Zubehöranbieter erstellen. Wichtig ist, dass jeweils zwei aus verschiedenen Winkeln auf ein Objekt gerichtete Bilder vorliegen und kombiniert dargestellt werden.
IFusion PMP wurde für den Portable Media Player (PMP) Ubi-Blue ab dem ersten Quartal 2007 ausgeliefert werden. Weitere Aufsätze sind für Microsofts Zune-Player, Creatives Vision W, Archos 604 und zusätzliche Geräte geplant. Wie viel die Erweiterung kosten wird, wurde bisher nicht angekündigt. Auch ist noch nicht klar, wann größere Aufsätze für andere Geräteklassen erscheinen werden. Selbst Mobiltelefone will Neovision Labs mit entsprechenden Filtern versehen. Bis dahin verrät dann das Unternehmen vielleicht auch, wie denn die zum Patent angemeldete Technik genau funktioniert. Immerhin soll es ein Rückgaberecht bei Nichtgefallen geben.
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