Afrikaprojekt: Mobilfunk auf Biodiesel-Basis
In einem Pilotprojekt, das vom Entwicklungsfond der GSM Association, Ericsson und MTN mit Know-how und Geld unterstützt wird, läuft derzeit ein Testbetrieb mit Biodiesel in Lagos in Nigeria. Biodiesel hat mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichem Diesel, mit dem die Basisstationen zurzeit betrieben werden, so die am Test beteiligten Firmen.
Zum einen kann das Land die Rohstoffe selbst herstellen und damit werden Arbeitsplätze geschaffen. Zum zweiten soll Biodiesel weniger umweltschädlich sein und in Betrieb die Motoren weniger mit Verbrennungsrückständen belasten. Damit entstehen niedrigere Wartungskosten und die Motoren leben länger. Insgesamt spart die umweltfreundliche Alternative also Geld, so das Kalkül des Konsortiums. Und das soll wiederum ermöglichen, das schlecht erschlossene Nigeria mit Mobilfunk zu günstigen Preisen zu versorgen.
Der Nachschub an Brennstoffen wird durch lokalen Anbau sowie durch die Verarbeitung vor Ort garantiert und dürfte damit insbesondere der ländlichen Bevölkerung zugute kommen. Zunächst ist der Anbau von Erdnüssen, Kürbis und Palmöl für die Energieversorgung geplant.
In einer nächsten Ausbaustufe sollen weitere Biodiesel-Basisstationen im Südosten und Südwesten des Landes installiert werden. Sollte das bislang einmalige Projekt Erfolg haben, könnten die gesammelten Erfahrungen mit Biodiesel auch Netzbetreibern in Europa zugute kommen.
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