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Ageia: "RealityMark" als Benchmark für PhysX-Karten

Eigenes Testprogramm soll Überlegenheit von Hardware-Beschleunigern zeigen. Der Hersteller der Physik-Engine "PhysX" und der gleichnamigen Steckkarten mit einem Physik-Prozessor hat einen eigenen Benchmark vorgelegt. Nach ersten Tests von Golem.de lastet das Programm moderne Prozessoren und Grafikkarten kaum aus und empfiehlt die Steckkarten, die über 1.000 Prozent mehr Leistung liefern sollen.
/ Nico Ernst
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Wie Ageia freimütig zugibt, wurde die in den Blackfoot Studios auf Basis des Spiels "Cell Factor: Combat Training" vorgenommene Programmierung des "RealityMark" vom PhysX-Erfinder bezahlt. Das Programm soll laut FAQ (PDF)(öffnet im neuen Fenster) auch nur "die Funktionen und die Leistungsfähigkeit von PhysX" demonstrieren. Der Name "RealityMark" legt jedoch eine Verwechslung mit unabhängigen Testprogrammen wie "3DMark" oder "MobileMark" nahe.

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Das Programm spielt, ähnlich Timedemo-Szenen aus anderen Benchmarks, stets eine Sequenz aus dem Spiel ab, was nur wenige Sekunden dauert. Ist keine PhysX-Steckkarte im Rechner, gibt RealityMark aber stets auch einen Wert aus, der mit dem Hardware-Beschleuniger erreicht werden könnte. Auf unserem Testsystem mit einem Intel Core 2 Extreme X6800 (2,93 GHz) mit 1 GByte DDR2-800-Speicher und zwei Radeon-X1950XTX-Grafikkarten im Crossfire-Verbund erreichte das Testprogramm je nach Durchlauf Werte um 3 Bilder pro Sekunde. Mit einer PhysX-Steckkarte sollen es über 35 Bilder pro Sekunde sein, was für die sehr schnelle Plattform dennoch bescheiden wäre, zumal der Test nur in 1.024 x 768 Pixeln läuft.

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Dazu kommt, dass der gemessene Wert ohne PhysX-Hardware stets gleich bleibt, auch wenn man eine der Grafikkarten abschaltet. Zudem sind, wie der Task-Manager von Windows XP zeigt, die beiden Kerne des Prozessors nie ausgelastet – es stellt sich die Frage, was das Programm eigentlich tut, um so langsam zu sein. Während des IDF Fall 2006 zeigte beispielsweise Intel eine Demo-Version des Spiels "Alan Wake" mit überzeugender Physik auf einem Quad-Core-Prozessor, bei dem einer der Kerne exklusiv für die Bewegung der Objekte verwendet wurde, unter anderem in einem Wirbelsturm.

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Der RealityMark steht bei Ageia zum Download(öffnet im neuen Fenster) (378 MByte) bereit und installiert auch die PhysX-Treiber, die auch ohne Steckkarte für die Ausführung des Benchmarks benötigt werden. Das Programm startet erst ab 1 GByte Hauptspeicher und braucht auch mit dieser Menge über eine Minute Ladezeit.


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