SCO: Steckte Microsoft hinter Finanzspritze?
Goldfarb hatte bereits 2004 gegenüber Business Week erklärt, dass Microsoft die Finanzspritze eingefädelt habe. Nun hat er im Prozess zwischen SCO und IBM offiziell ausgesagt. Demnach soll ihn Microsofts Senior Vice President Richard Emerson im Jahr 2003 kontaktiert haben und ihm in Aussicht gestellt haben, dass Microsoft eine Investition von BayStar in SCO abdecken würde.
Daraufhin habe BayStar die 50 Millionen US-Dollar in SCO investiert , mit denen unter anderem der Prozess gegen IBM finanziert wurde. Allerdings habe Microsoft seine E-Mails und Anrufe nicht mehr beantwortet, nachdem SCOs Aktienkurs gefallen ist und laut Goldfarb wurde Emerson bei Microsoft rausgeschmissen.
BayStar warf SCO später vor, gegen den Vertrag verstoßen zu haben und forderte Teile des Investments zurück . Anschließend verkaufte BayStar tatsächlich alle Vorzugsaktien an SCO und zog sich aus der Finanzierung zurück. Eine als Halloween X bekannt gewordene SCO-interne E-Mail legte bereits zuvor nahe, dass Microsoft hinter dem Investment durch BayStar steckte.
Zwar fehlen auch jetzt Beweise, doch neben Goldfarbs Aussage bestätigte SCO schon früher die Echtheit der Halloween-X-Dokumente .
Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte ein Microsoft-Sprecher, die von Goldfarb erwähnte Garantie sei nie abgegeben worden. Eine Stellungnahme von SCO erhielt die Zeitung nicht.
Die Informationen über Goldfarbs Aussage wurden bei Groklaw(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.



