• IT-Karriere:
  • Services:

Spieletest: Gradius Collection - Shooter-Geschichte in Klein

Ballerklassiker im Paket

Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass sich die PSP immer mehr zu einer Retro-Konsole entwickelt: Kaum ein größerer Videospielhersteller scheint sich die Gelegenheit entgehen lassen zu wollen, alte "Klassiker" noch mal speziell für Sonys Spiele-Handheld aus dem Archiv zu kramen. Oft entstehen so uninspirierte Neuauflagen, die ihr Geld nicht wert sind, manchmal aber auch wirklich empfehlenswerte Ausflüge in die Spielgeschichte - wie etwa bei der Gradius Collection von Konami.

Artikel veröffentlicht am ,

Gradius Collection (PSP)
Gradius Collection (PSP)
Gradius ist ein Name, der im Laufe der letzten 20 Jahre gleichermaßen für viel Begeisterung und Frust gesorgt hat - einerseits war die Reihe stilprägend für das Shoot'em-Up-Genre, andererseits sorgte der immens hohe Schwierigkeitsgrad auch bei Profis immer wieder für Verzweiflung. Die Gradius Collection für die PSP fasst nun gleich fünf Spiele zusammen: Neben Gradius I bis IV ist auch das bisher in Deutschland nicht offiziell veröffentlichte Gradius Gaiden enthalten.

Stellenmarkt
  1. Stadt Tuttlingen, Tuttlingen
  2. medneo GmbH, Berlin

Gradius Collection (PSP)
Gradius Collection (PSP)
Da Konami den Titeln in grafischer Hinsicht keine Updates spendierte, sieht man ihnen ihr Alter zum Teil natürlich deutlich an; vor allem das erste Gradius aus dem Jahr 1985 wirkt heutzutage doch sehr antiquiert. Gradius IV und Gradius Gaiden hingegen, die beide erstmals Ende der Neunziger veröffentlicht wurden, sehen auch heute noch erstaunlich sehenswert aus. Noch mehr überrascht aber, wie wenig das Gameplay in der Zwischenzeit von seiner Faszination verloren hat. Im Grunde sind alle fünf Titel spielerisch immer noch eine Klasse für sich. Das Leveldesign galt zu seiner Zeit aber auch nicht grundlos als Glanzleistung: Wer einmal im Raumschiff Vic Viper Platz genommen und sich durch unzählige feindliche Alien-Horden, Meteoritenstürme und fiese Boss-Gegner geballert hatte, konnte davon kaum genug bekommen.

Gradius Collection (PSP)
Gradius Collection (PSP)
Einzig der Schwierigkeitsgrad ließ vor allem Einsteiger meist bereits im ersten Level verzweifeln - und das hat sich auch auf der PSP nicht geändert. Zwar gibt es hier via Menü ein paar zuschaltbare Hilfen wie etwa mehr Extra-Leben, im Prinzip gilt aber immer noch: Sobald nur ein einziger Treffer kassiert wird, ist ein virtuelles Leben verloren - und es wird nicht etwa am Ort des Ablebens neu gestartet, sondern am Beginn des Levels. Ohne das nahezu blinde Beherrschen des eigenen Gleiters, der wohl überlegten Auswahl der aufzusammelnden Power-Ups und der genauen Kenntnis, wann welcher Gegner wo auf dem Screen auftaucht, war und ist ein erfolgreiches Spielen nicht wirklich möglich; zumal nach jedem Tod natürlich auch alle Power-Ups wieder verloren sind.

Gradius Collection (PSP)
Gradius Collection (PSP)
Die Gradius Collection enthält auch einen Menüpunkt für Extras, in dem dann unter anderem die einzelnen Spiele-Soundtracks abgespielt werden können - ein nettes Extra für Fans. Ebenfalls schön: Im Vergleich zu so vielen anderen PSP-Titeln halten sich die Ladezeiten hier in Grenzen, zudem darf jederzeit problemlos zwischen den einzelnen Gradius-Titeln hin- und hergesprungen werden.

Die Gradius Collection für Sonys PSP ist bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 40,- Euro. Die Spielesammlung hat eine USK-Freigabe ab sechs Jahren erhalten.

Fazit:
Konami zeigt, wie Retro-Sammlungen aussehen müssen - die Gradius Collection erweckt jedenfalls nicht den Eindruck plumper Geldmacherei, sondern fasst fünf fast ausschließlich großartige Shoot'em-Up-Klassiker zusammen, die zwar inhaltlich nicht aufgewertet, aber doch sehr sauber an die PSP angepasst und um ein paar kleine Extras sinnvoll erweitert wurden. Wer sich also gerne an die Gradius-Titel der Achtziger und Neunziger erinnert oder einen Ausflug in die Glanzzeit des Shooter-Genres unternehmen will, kann hier nicht viel falsch machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1439,90€ (Vergleichspreis: 1530,95€)

ThadMiller 09. Okt 2006

MoonPatrol hieß das. Hat mich auch arm gemacht. :) gruß Thad

zu teuer 09. Okt 2006

Recht hast Du, 40 Euro sind einfach zu viel. Jetzt ist mir auch klar warum die Rechte an...

x1XX1x 09. Okt 2006

kennen muss man das trotzdem nicht. genau wie jedes andere spiel. alles kann - nichts muss.

Bloody Mary 06. Okt 2006

Solange es genug Trottel gibt, die dafür zahlen, werden die Firmen es immer wieder...

Senf 06. Okt 2006

aber recht hat er! 40 euro sind verdammt unverschämt für son paar pixel. abgesehen davon...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Computer Vision: Mehr Durchblick beim maschinellen Sehen
Computer Vision
Mehr Durchblick beim maschinellen Sehen

Mit den Services von Amazon, IBM, Microsoft und Google kann jeder recht einfach Bilder analysieren, ohne die genauen Mechanismen dahinter zu kennen. Die Anwendungen unterscheiden sich aber stark - vor allem im Funktionsumfang.
Von Miroslav Stimac

  1. Überwachung Bündnis fordert Verbot von Gesichtserkennung
  2. Videoüberwachung SPD-Chefin gegen Pläne für automatische Gesichtserkennung
  3. China Bürger müssen für Mobilfunkverträge ihre Gesichter scannen

Kaufberatung (2020): Die richtige CPU und Grafikkarte
Kaufberatung (2020)
Die richtige CPU und Grafikkarte

Grafikkarten und Prozessoren wurden 2019 deutlich besser, denn AMD ist komplett auf 7-nm-Technik umgestiegen. Intel hat zwar 10-nm-Chips marktreif, die Leistung stagniert aber und auch Nvidia verkauft nur 12-nm-Designs. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick.
Von Marc Sauter

  1. SSDs Intel arbeitet an 144-Schicht-Speicher und 5-Bit-Zellen
  2. Schnittstelle PCIe Gen6 verdoppelt erneut Datenrate

    •  /