Cluster-Dateisystem GFS2 im Linux-Kernel
Red Hats Cluster-Dateisystem GFS2(öffnet im neuen Fenster) wurde nun von Linus Torvalds in den aktuellen Entwickler-Kernel integriert(öffnet im neuen Fenster) . Damit wird es Teil des nächsten Linux-Kernels 2.6.19 sein, der in den nächsten vier bis sechs Wochen erscheinen dürfte.
Seine Anfänge hat das Cluster-Dateisystem an der Universität Minnesota, wo es im Rahmen einer Doktorarbeit entwickelt wurde. Die weitere Entwicklung fand dann unter dem Dach von Sistina Software statt, die das Dateisystem anfangs noch als Open Source zur Verfügung stellten. Als Sistina GFS ab 2001 nur noch kommerziell anbot, entstand der mittlerweile nicht mehr aktive Fork OpenGFS.
2003 übernahm Red Hat dann Sistina und stellte GFS sowie die dazugehören Programme wenig später unter der GPL zur Verfügung. GFS gelangte so in Fedora Core und ist daher auch Bestandteil von Red Hat Enterprise Linux. Das Dateisystem bringt seinen eigenen Distributed Lock Manager mit, der den gleichzeitigen Zugriff auf freigegebene Ressourcen regelt.
GFS unterstützt bis zu 256 Cluster-Knoten und kommt als natives 64-Bit-Dateisystem daher. Es läuft auf den Architekturen x86, AMD64 und IA64.
Die Entwickler arbeiten schon länger an der Aufnahme in den Linux-Kernel. Ihnen zuvor kam Oracle: Das Oracle Cluster File System 2 (OCFS2) ist bereits seit 2.6.16 Teil des Kernels.
Der Linux-Kernel 2.6.19-rc1 inklusive GFS2 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Die Aufnahme neuer Funktionen ist damit beendet, in den nächsten Wochen bis zur Veröffentlichung der fertigen Version, konzentrieren sich die Entwickler nur noch auf die Fehlerbereinigung.
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