Apple bestätigt Unregelmäßigkeiten bei Aktien-Optionen
Rund 650.000 E-Mails und Dokumente, Interviews mit über 40 Personen sind in den nun vorgelegten Bericht eingeflossen. Alle Details sollen der US-Börsenaufsicht vorgelegt werden.
Unter dem Strich bestätigte sich der Verdacht, das es bis zum Januar 2002 zu Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aktien-Optionen an Mitarbeiter gekommen ist. Optionen, die an 15 Terminen zwischen 1997 und 2002 gewährt wurden, scheinen ausgegeben worden zu sein, bevor sie eigentlich gewährt wurden, heißt es in der Zusammenfassung von Apple.
In einigen Fällen habe auch Apple-Chef Steve Jobs Kenntnis davon gehabt, dass günstigere Ausgabe-Termine gewählt wurden. Jobs habe solche Optionen aber nicht selbst erhalten oder von ihnen profitiert. Auch sei ihm nicht bewusst gewesen, welche Auswirkungen dies auf die Bilanzierung habe. Laut Apple stehen vor allem zwei ehemalige Manager im Fokus der Vorgänge.
Steve Jobs entschuldigte sich bei den Aktionären für die Vorgänge, die unter seiner Verantwortung abgelaufen und für Apple untypisch seien. Man werde nun alles notwendige tun, die letzten Fragen zu klären und Maßnahmen ergreifen um ähnliches in der Zukunft zu verhindern.
Für einen hat die Angelegenheit aber augenscheinlich direkte Konsequenzen: Apples ehemaliger Finanzchef Fred Anderson zieht sich aus dem Board of Directors zurück. Anderson war von 1996 bis 2004 als Chief Financial Officer für Apple tätig.
Die Frage, wie sich die Vorgänge rückwirkend auf die Bilanzen von Apple aufwirken werden, ist noch zu klären.
- Anzeige Hier geht es zum neuen Apple Macbook Pro mit M3 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.