Novell will immer noch an SCOs Geld

Geld aus Unix-Lizenzierung eingefordert

Im Streit zwischen SCO und Novell um das Copyright an Unix hat Novell nun ein "Summary Judgement", also eine Entscheidung ohne Gerichtsverfahren, beantragt. Dabei geht es allerdings nicht um das Copyright, sondern um Geld, das SCO durch Unix-Lizenzen eingenommen hat. Bereits 2005 hatte Novell dieses auf normalem Wege versucht einzuklagen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Novell hat ein "Summary Judgement", also eine Entscheidung ohne Gerichtsverfahren, oder eine "Preliminary Injunction", also eine einstweilige Verfügung, gefordert. Dabei geht es dem Unternehmen im aktuellen Fall allerdings gar nicht um den Hauptgegenstand des Streits - das Copyright an Unix.

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Stattdessen beansprucht Novell sämtliche Einnahmen, die SCO durch den Verkauf von Lizenzen für Unix System V erzielte, für sich. Konkret sind dies rund 25 Millionen US-Dollar, die aus Verkäufen an Microsoft und Sun stammen und von SCO genutzt wurden, um die Prozesse gegen IBM und Novell zu führen.

Dass die Forderungen so spät kommen, begründet Novell damit, dass das Unternehmen erst jetzt die Lizenzvereinbarungen einsehen konnte. Ferner sei die Entscheidung dringend, da SCO kurz vor der Pleite stehe. Sofern das Gericht das Summary Judgement ablehnt, soll die einstweilige Verfügung erwirkt werden. Erst kürzlich hatte IBM im Rechtsstreit mit SCO ebenfalls ein Summary Judgement beantragt.

Die Dokumente wurden bei Groklaw veröffentlicht.

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