OpenSuse 10.2 mit neuem Standard-Dateisystem

ReiserFS wird nach Jahren von Ext3 abgelöst

Seit bereits mehr als sechs Jahren ist das Standard-Dateisystem der Suse-Linux-Distribution ReiserFS. Das von seinem Entwickler Hans Reiser nicht mehr gepflegte System wird allerdings mit der nächsten OpenSuse-Version 10.2 nicht mehr länger diese Aufgabe übernehmen. Stattdessen setzt auch Suse künftig auf Ext3.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Mit Suse 6.4 enthielt die Distribution erstmals das ReiserFS-Dateisystem von Haus aus, während es für die Vorgängerversion zum Nachrüsten angeboten wurde. Seither ist ReiserFS auch das Standard-Dateisystem in Suse Linux - doch nicht mehr lange. Mit der nächsten Version der Community-Distribution OpenSuse 10.2 wird ReiserFS von Ext3 als Standard-Dateisystem abgelöst.

Stellenmarkt
  1. Data Scientist (m/w/d) Stabsbereich Vertragsanalyse
    GKV-Spitzenverband, Berlin
  2. Auditor ISO 27001 (m/w/d) Produktmanagement
    DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main
Detailsuche

Der Suse-Entwickler Jeff Mahoney führte die Gründe in einer E-Mail auf. So habe ReiserFS ernsthafte Skalierungsprobleme und komme mit erweiterten Attributen nicht klar. Dies sei vor allem ein Problem, da der Suse Enterprise Linux Server immer mehr als Samba- und NFS-Server eingesetzt werde und damit der Einsatz erweiterter Attribute nur zunehme.

Doch das hauptsächliche Probleme ist laut Mahoney die schwindende Entwickler-Gemeinschaft. Tatsächlich würden nur noch vier Entwickler an dem Dateisystem arbeiten und ReiserFS-Chefentwickler Hans Reiser selbst würde auf den Einsatz von Reiser4 drängen. Einer der noch aktiven Programmierer arbeite nun allerdings bei Oracle und habe schon angekündigt, sich von der ReiserFS-Entwicklung zurückzuziehen. Da ein Update auf Reiser4 eine Neuformatierung erfordert, biete es sich als Nachfolger nicht an, zumal es seine Stabilität noch nicht bewiesen habe.

Die Suse-Entwickler hätten sich daher für Ext3 als Nachfolger entschieden. Dieses Dateisystem sei zwar teilweise langsamer als ReiserFS, habe aber eine große Entwickler-Gemeinde und ebenso wie ein Update von Ext2 auf Ext3 direkt möglich ist, werden Anwender auch von Ext3 auf das in der Entwicklung befindliche Ext4 ohne Neuformatierung umsteigen können.

Golem Karrierewelt
  1. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.09.2022, Virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    20.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auf lange Sicht sei der Plan ein Cluster-Dateisystem wie OCFS2 für das Root-Dateisystem zu verwenden. Dies sei vor allem für den Einsatz auf Hochverfügbarkeitssystemen interessant. Bis es aber so weit sei und man diesen Schritt machen könne, werde OpenSuse und damit auch die darauf basierenden Suse-Linux-Enterprise-Versionen Ext3 als Standard-Dateisystem verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


kikky 07. Okt 2006

Wiedermal ein IT-Profi am Schreiben. Natürlich ist es sicher. Ein sicheres System stürzt...

mutti 06. Okt 2006

*lach* Du bist echt ein Witz. Ich dachte ich sei geplonkt? Das reflexartige Ausspucken...

ext9fs 06. Okt 2006

Mit 2 Festplatten ist es ja eh kein großes Ding, ganz / auf die 2. zu kopieren, die 1...

jockl 05. Okt 2006

Und Einstein soll seine Frau auch schlecht behandelt und seine Kinder vernachlässigt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
SFConservancy
Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen

Ähnlich wie schon vor Jahrzehnten mit Sourceforge sollen Open-Source-Projekte nun auch Github verlassen.

SFConservancy: Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen
Artikel
  1. Connect-Festnetztest: Telekom gewinnt, Vodafone schwach, Deutsche Glasfaser besser
    Connect-Festnetztest
    Telekom gewinnt, Vodafone schwach, Deutsche Glasfaser besser

    Erstmals nahm Deutsche Glasfaser an dem Vergleich teil und war besser als die Telekom. Allerdings sind beide in unterschiedlichen Kategorien gelistet.

  2. Wärmeversorgung: Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand
    Wärmeversorgung
    Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand

    Der Versorger Vattenfall baut in Berlin einen riesigen Warmwasserspeicher, um Häuser im Winter heizen zu können. Das könnte beim möglichen Gasnotstand helfen.

  3. Chrome OS Flex: Das Apple Chromebook
    Chrome OS Flex
    Das Apple Chromebook

    Ein zehn Jahre altes Notebook lässt sich mit Chrome OS Flex wieder flott machen. Wir haben Googles Betriebssystem ausprobiert und waren begeistert.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 949€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 399€) • Galaxy Watch3 45 mm 119€ [Werbung]
    •  /