Sicherheitslücken in Firefox nur ein Scherz (Update)
Auf der ToorCon-Konferenz in San Diego haben die beiden Hacker Mischa Spiegelmock und Andrew Wbeelsoi ein bislang vermutlich unbekanntes Sicherheitsloch in den JavaScript-Funktionen von Firefox präsentiert. Hierbei sollen so viele Details bekannt gegeben worden sein, dass Angreifer das Sicherheitsleck leicht missbrauchen können. In einem solchen Fall lässt sich schadhafter Code ausführen.
Nach Aussage der beiden Präsentatoren soll es nicht möglich sein, das Sicherheitsloch zu schließen, da die JavaScript-Implementierung in Firefox sehr viele Fehler enthalte. Die Sicherheits-Chefin von Mozilla, Window Snyder, meint nach einer ersten Sichtung der Präsentation, dass es sich um eine Variation einer alten Attacke handeln könne. Derzeit werden die Angaben von den Firefox-Entwicklern geprüft.
Snyder zeigte sich gegenüber ZDNet.com(öffnet im neuen Fenster) sehr verärgert über die Art und Weise, wie das Sicherheitsloch an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Ihrer Meinung nach wurde der JavaScript-Fehler ganz bewusst lanciert, um Firefox-Nutzer einem unnötigen Risiko auszusetzen. Zugleich zeigte sich Snyder zuversichtlich, dass die Präsentation möglicherweise genügend Details enthalte, um den Fehler zu korrigieren. Falls der Fehler direkt in der Virtual Machine von JavaScript stecke, könnte es aber einige Zeit dauern, bis das Sicherheitsloch geschlossen werden kann.
Zugleich verkündeten die Hacker, ungefähr 30 weitere nicht geschlossene Sicherheitslücken in Firefox ausfindig gemacht zu haben. Allerdings planen sie diese weder zu veröffentlichen, noch an die Firefox-Entwickler zu melden. Während der Präsentation der einen Firefox-Sicherheitslücke rief Jese Rudman aus dem Sicherheits-Team von Mozilla die Hacker dazu auf, gefundene Fehler an die Entwickler zu melden und dafür 500,- US-Dollar Belohnung zu kassieren. Rudman fürchtet, die Hacker werden die Sicherheitslücken für den Aufbau von Botnets missbrauchen.
Nachtrag vom 3. Oktober 2006:
Gegenüber den Mozilla-Entwicklern hat Mischa Spiegelmock klargestellt(öffnet im neuen Fenster), dass die gesamte Präsentation auf der Hacker-Konferenz ToorCon ein Scherz war. Demnach besitzt Firefox kein JavaScript-Sicherheitsloch, über das Programmcode ausgeführt werden kann. Zudem weist Spiegelmock ausdrücklich darauf hin, dass er keine bislang unbekannten Firefox-Sicherheitslücken gefunden habe, die er unter Verschluss halte.
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