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IDF: Pat Gelsinger "hasst" AMD (Update)

Weitere Angriffe von erleuchteter Bühne. Auch Intels ehemaliger Chief Technology Officer und jetziger Chef der Enterprise-Abteilung Pat Gelsinger ließ sich auf dem IDF dazu hinreißen, in seiner Keynote-Ansprache eine Spitze gegen AMD zu setzen. Zwar war Gelsinger dabei etwas dezenter als zuvor Justin Rattner mit seinem Opteron im Papierkorb, doch auch dieser Gag erscheint überflüssig.
/ Nico Ernst
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Gelsinger hatte eigentlich in seinem Vortrag eine spannende Demonstration zu bieten. Da das kürzlich vorgestellte Konzept vPro auf unterster Ebene der Hardware auch den Zugriff auf den Ethernet-Port virtualisieren kann, lassen sich dort in einer virtuellen Maschine Sicherheitsfunktionen einbauen. Die Software dafür müssen aber Drittanbieter schreiben, und mit Symantec hat sich nun ein großer Security-Anbieter dessen angenommen.

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Auf einer vPro-Maschine – natürlich schick, schwarz und klein – ließ sich Gelsinger so eine E-Mail schicken, die dem üblichen Phishing-Alltag entspricht: Sie enthielt einen vermeintlichen Link zu einer Bank, hinter der fingierten Webadresse lauerte aber ein Trojaner, der sich über eine Sicherheitslücke im Internet Explorer einklinken wollte. Die Symantec-Software in der virtuellen Maschine erkannte das, gab eine Warnung aus und verhinderte den Zugriff auf die schädlichen Daten.

Auf dem Rechner ohne vPro – und natürlich mit ungepatchtem IE und ohne Virenscanner, zudem groß und beige – gelang dem Trojaner aber die Installation. Er übermittelte in der Folge alle Tastatureingaben Gelsingers an einen anderen Computer im Netz. Und dort erschienen dann Gelsingers fingierte Kontodaten im Klartext: Kontonummer 123987 und als Passwort "i hate amd". Gelsinger enthielt sich jedes weiteren Kommentars, grinste aber von einem Ohr bis zum anderen.

Nachtrag vom 28. September 2006, 18:15 Uhr:
Wie Pat Gelsinger später gegenüber Golem.de erklärte, hätten ihn "Eifer, Sportsgeist und der Wettbewerb" zu dieser Aktion getrieben. Obwohl das wohl als Scherz gemeinte Passwort vor allem unter US-Kollegen viele Lacher kassierte, muss sich Gelsinger vor allem von der Presse viel Kritik dafür gefallen lassen. Und so meinte er auch auf Nachfragen: "Vielleicht bin ich damit etwas zu weit gegangen."


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