IDF: Wir sind wieder vorn

Alan Wake auf dem IDF
Alan Wake auf dem IDF
Auch in anderen Bereichen haben sich die Segel bei Intel gedreht. Am ausführlichsten stellte Otellini den Quad-Core mit dem grafisch äußerst beeindruckenden Spiel "Alan Wake" von Remedy vor. Der Chef des Studios, Markus Maki, erklärte später gegenüber Golem.de, die wegweisende Engine des Spiels solle - anders als früher beim Titel "Max Payne" - aber nicht in die Benchmarks von Futuremark Einzug halten. Bei der auf vier Kernen laufenden spielbaren Demo von "Alan Wake" wurde einer der Cores ausschließlich für die überzeugende Physik verwendet - Intel erteilte damit dem von ATI und Nvidia bevorzugten Verarbeiten von Physik-Berechnungen in der GPU eine Absage. Wann der Titel erscheinen soll, verriet Maki wie auch bisher noch nicht.

Etwas ernsthaftere Anwendungen zeigte Intel mit einem Server-System von Rackable. Dabei war es gelungen, insgesamt 320 Cores in einem Rack unterzubringen - mit 80 Quad-Core-Prozessoren, deren Server-Variante mit Codenamen "Cloverton" noch 2006 erscheinen soll. Rackable wies darauf hin, dass man mit diesem Rechner durch die Leistung von 3,2 Teraflops locker einen Platz in den oberen 300 Supercomputern der Top500-Liste erzielen kann.

UMPC fürs Auto
UMPC fürs Auto
Ganz so schnell rechnen die UMPC-Systeme noch nicht - aber immerhin hat sich Intel, vor allem zusammen mit dem Unternehmen Streetdeck, dafür neue Anwendungsbeispiele ausgedacht. Bisher waren die UMPCs vor allem für zu kurze Akku-Laufzeiten und hohe Preise bei wenig Nutzen kritisiert worden. Also hat sie Intel kurzerhand an einen Ort verpflanzt, wo ein Blei-Akku tagelangen Betrieb garantiert: ins Auto. Ein in einen VW eingebauter UMPC tauschte dabei per WLAN mit einem losen UMPC Daten aus. Die Idee: Man sucht zu Hause einen Ort für die nächste Unternehmung aus und übermittelt die gefundenen Ziele dann an den UMPC im Auto, welcher dann die Navigation per GPS übernimmt. Auch Favoriten der heimischen Musikbibliothek, die man per WLAN-Stream auf dem UMPC durchgeht, kann man mit der Streetdeck-Software mit der Auto-Anlage abgleichen. Intel führte dies mit einem neuen UMPC-Design mit ausklappbarer Tastatur vor; wann dieses Modell auf den Markt kommt, wurde aber noch nicht bekannt gegeben.

Classmate
Classmate
Zum Schluss seiner Keynote-Ansprache widmete sich Paul Otellini noch dem sozialen Engagement von Intel. Im Rahmen seines Programms "World Ahead" will Intel in den nächsten fünf Jahren 100.000 Computer an Schulen verschenken, vor allem in der Dritten Welt. Zudem sollen 10 Millionen Lehrer für das Unterrichten mit Computern ausgebildet werden. Im genannten Zeitraum will Intel dafür 1 Milliarde US-Dollar ausgeben. Ein Pilotprojekt in Nigeria führte Intel mit einem Video vor, in dem die Schüler begeistert auf einem "Classmate" genannten Notebook arbeiteten und dabei kindgerecht aufbereitet auch Dinge wie chirurgische Operationen kennenlernen konnten - eine der Schülerinnen wollte schließlich Ärztin werden. Mit dieser Demonstration kann man wohl die Hoffnung endgültig begraben, dass Intel sich mit seinen Milliarden noch an der Inititiative "One Laptop per Child" (OLPC) beteiligt. Immerhin steckt in den Referenz-Designs dieser Organisation ja auch ein Geode-Prozessor von AMD.

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 IDF: Wir sind wieder vorn
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testuser 15. Nov 2006

Bis dahin müssen wir noch auf den Quadcore von AMD warten. Vergleiche zwischen alter und...

Der Doc 15. Nov 2006

Du solltest weniger der kleinen bunten Pillen nehmen, die scheinen sich schlecht...

Thor 27. Sep 2006

Scheisse sieht das geil aus!! Wenn es auch sone gute düstere Story bekommt wix Max Payne...

geiz macht... 27. Sep 2006

Meinen nicht. http://www.apple.com/getamac/



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