Interview: Der PC-Spielemarkt ist gewachsen

Supreme Commander
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Jörg Langer: Glauben Sie, dass die ganzen WoW- und Guild-Wars-Fans den normalen PC-Spielen auf Dauer verloren gehen?

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Chris Taylor: Ich bin erstaunt, wie lange es manche Leute mit dem immer gleichen MMO aushalten. Wobei: Es gibt genug MMOs, die werden drei Monate gespielt und dann sagen die Leute: "Das war's, ich hab alles Wichtige gesehen." Und dann gehen sie zum nächsten Spiel. Solche MMOs gelten dann als Misserfolg. Zu Unrecht, denke ich: Die meisten Leute langweilen sich eben nach einiger Zeit, wenn sie immer das Gleiche machen. Schauen Sie sich EverQuest an. Das war viele Jahre lang extrem beliebt, man fragte sich schon, wird das ewig so bleiben? Aber als dann ein besseres Spiel kam, sind sie eben doch gewechselt. Ob nun jemand nach zwei Jahren Klausur mit World of WarCraft wieder zu den normalen PC-Titeln zurückfindet? Ich weiß es schlichtweg nicht.

Jörg Langer: Wenn sie es nicht tun, hat die Industrie ein Problem: Sie verliert Geld, weil MMOs pro Monat günstiger sind als Vollpreisspiele.

Chris Taylor: Sicher, MMOs haben ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich finde es verständlich, dass die Kunden möglichst viel Unterhaltung für möglichst wenig Geld wollen. Doch dann müssen wir alle eben bessere Spiele produzieren, die die Preisdifferenz auch wert sind.

Taylor: In drei bis fünf Jahren hat der elektronische Vertrieb den Handel überholt!
Taylor: In drei bis fünf Jahren hat der elektronische Vertrieb den Handel überholt!
Jörg Langer: Oder Sie veröffentlichen ihre Spiele direkt via Internet - und machen sie dadurch günstiger.

Chris Taylor: Genau das hat ja schon begonnen. Elektronisches Publishing macht den traditionellen Mittelsmann, also den Handel, überflüssig, und das senkt den Preis. Oder aber die Marge für den Entwickler erhöht sich, so dass er Spiele für kleinere Zielgruppen machen kann. Ich bin ziemlich sicher, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren der elektronische Vertrieb den herkömmlichen Handel überholen wird, zumindest bei PC-Software.

Jörg Langer: Aber die Publisher brauchen Sie dann schon noch?

Chris Taylor: Vielleicht, vielleicht auch nicht. Schließlich gibt es private Investoren. Wenn keine Distribution in der analogen Welt mehr nötig ist, hat der Publisher nur noch die Rolle einer Bank. Und dann kann ich gleich zu einer richtigen Bank gehen.

Jörg Langer: Mit anderen Worten: Wenn Gas Powered Games erstmal auf elektronische Distribution umstellt, brauchen Sie THQ nicht mehr?

Chris Taylor: Ich rede hier generell über die Branche. Ich persönlich werde mit jedem, zu dem ich eine gute Beziehung habe, auch in Zukunft zusammenarbeiten. Ich bin ein loyaler Typ, mir sind Beziehungen wichtig. Wenn Sie dem Journalismus den Rücken kehren, würde ich auch ein Haus von Ihnen kaufen, weil ich Sie schätze. Ich werde immer versuchen, eine gute Beziehung auch in einer veränderten Welt fortzusetzen. Aber zurück zur Industrie als Ganzem: Ich glaube, dass sich für viele Entwickler das Verhältnis zum Publisher massiv ändern wird.

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The Tank 30. Sep 2006

Und wo bitte hat ein *neues* Spiel keine neuen Kontent? Und wer sagt mir bitte wann ich...

Missingno. 27. Sep 2006

kein Problem: http://www.tetris1d.org/

MD 27. Sep 2006

Das Problem ist weniger das ein Publisher einen Termin nennt. Das Problem ist das der...

~jaja~ 27. Sep 2006

Ich kenne PC-Joy noch von den beiden Filialen in Zürich und war immer zufrieden. Diese...

n00B 27. Sep 2006

Ich habe auch sofort an TA gedacht. Als ich die screens gesehen habe. Das Design ähnelt...



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