Browser gefährden Computersicherheit
Im Internet Security Threat Report für das erste Halbjahr 2006 verzeichnet Symantec 47 entdeckte Sicherheitslücken in allen Mozilla-Applikationen, wozu neben Firefox auch Thunderbird und SeaMonkey zählen. Microsofts Internet Explorer wies im gleichen Zeitraum 38 Sicherheitslecks auf. Deutlich weniger Sicherheitslöcher wurden mit lediglich 12 Lücken in Safari ausgemacht. Die geringsten Sicherheitslücken wies Opera mit gerade mal 7 Stück auf.
Die Menge der Sicherheitslöcher gibt allerdings keinen Aufschluss darüber, welche Gefährdung dahinter steckt. Denn nicht jede der genannten Sicherheitslücken erlaubt Angreifern eine Ausführung beliebigen Programmcodes, was eine entsprechend hohe Gefahr bedeutet.
Ein anderes Bild der Verteilung ergibt sich bei den Angriffszielen. 47 Prozent aller Browser-Attacken zielen auf den Internet Explorer, während auf Firefox 20 Prozent entfallen. 31 Prozent der Angriffe betreffen mehrere Browser, was auch Attacken auf Internet Explorer und Firefox einschließt. Symantec betont, dass trotz aller Angriffsversuche nur der Internet Explorer eine reale Gefahr darstellt, weil nur für diesen Browser Schadcode eine entsprechende Verbreitung erlangt hat.
Gemäß dem Symantec-Bericht bleiben Privatanwender die Hauptzielgruppe von Angreifern. Allerdings ging der prozentuale Anteil von 93 Prozent auf nunmehr 86 Prozent zurück. Stärker ins Visier rückte die Finanzbranche, auf die 14 Prozent aller Angriffe entfielen. Symantec erwartet hier noch einen weiteren Anstieg.
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