Linux-Kernel-Entwickler gegen GPL 3

Mehrheit steht hinter Linus Torvalds

Die Mehrheit der aktiven Linux-Kernel-Entwickler lehnt die GPL in der Version 3 ab. Dies ergab eine Umfrage, die von Linus Torvalds gestartet wurde. In der Umfrage äußerten sich auch Entwickler kritisch, die den Entwurf der Open-Source-Lizenz bisher noch in Schutz genommen hatten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Linux-Vater Linus Torvalds machte bereits bei der Veröffentlichung des ersten Entwurfs der GPLv3 deutlich, dass er die Lizenz ablehne und für den Linux-Kernel an der GPL 2 festhalten werde. Andere Entwickler stellten sich damals jedoch noch hinter den Entwurf, so beispielsweise Alan Cox.

Stellenmarkt
  1. Performance Manager IT Infrastruktur (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf
  2. Data Center Operations Manager (m/w/d)
    GRAMMER AG, Ursensollen bei Amberg
Detailsuche

Doch das Ergebnis einer von Linus Torvalds angestrengten Umfrage vermittelt nun ein ganz anderes Bild. Ausschließlich David Miller, der für die SPARC-Portierung zuständig ist, stimmte neutral ab. Alle anderen Entwickler bewerteten den Lizenzentwurf negativ, darunter auch Alan Cox und Andrew Morton. Dieser wählte sogar eine noch schlechtere Note als Linus Torvalds.

Bereits zum 15. Geburtstag des Linux-Kernels hatte Morton gegenüber Golem.de klargestellt, dass er die GPLv3 als Bedrohung für die Open-Source-Welt ansehe.

Zudem veröffentlichten die Kernel-Entwickler auch noch eine Stellungnahme zur GPLv3. Darin schreiben sie, die nächste Generation der GPL würde die Freiheit gefährden, die die aktuelle Version der Lizenz biete. Gegen Softwarepatente und Digital Rights Management müsse man vorgehen, nicht jedoch mit einer Softwarelizenz.

Der Nachfolger der GPLv2 wird derzeit noch von der Free Software Foundation entwickelt und soll 2007 fertig sein. Da der Linux-Kernel explizit unter der GPL 2 und nicht unter der "GPL 2 und neuer" lizenziert ist, fällt der Kernel nicht automatisch unter diese Lizenz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Bayrischer Rundfunk: Netzbetreiber würden bei 5G die Nutzer täuschen
    Bayrischer Rundfunk
    Netzbetreiber würden bei 5G die Nutzer täuschen

    Laut dem Technikleiter beim Bayrischen Rundfunk ist echtes 5G erst seit wenigen Monaten verfügbar. Schwarzfallfestigkeit werde nicht einmal versucht.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /