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Carbonite: Automatischer Backup-Service übers Netz

Kontinuierliche Datensicherung im Hintergrund. Mit Carbonite ist ein kommerzieller Dienst ins Leben gerufen worden, der den Backup-Vorgang vor allem für private Anwender so vereinfachen soll, dass er möglichst nur einmal eingerichtet und danach im besten Falle vergessen werden kann – weil er im Hintergrund abläuft. Ein Medienwechsel ist nicht nötig – denn der Client von Carbonite schaufelt die Daten der ausgewählten Ordner über das Internet auf einen Server des Unternehmens.
/ Andreas Donath
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Carbonite bietet dabei ein unlimitiertes Speichervolumen an. Der Client ist gerade einmal 1,7 MByte groß und kann 15 Tage lang kostenlos genutzt werden. Bei der Installation kann man wählen, ob nur der Ordner "Eigene Dateien", bestimmte Verzeichnisse oder einfach "alles" gesichert werden soll. Die Einstellungen lassen sich später beliebig ändern. Im Dateiexplorer wählt man zu sichernde Dateien und Verzeichnisse im Kontextmenü mit der rechten Maus aus.

Der Backup-Prozess läuft kontinuierlich im Hintergrund ab, lässt sich aber auch für 24 Stunden deaktivieren. Damit er nicht vergessen geht, schaltet er sich danach automatisch wieder ein. Ganz abschalten oder manuell aktivieren lässt sich der Vorgang aber auch. Neue Dateien kommen erst nach 10 Minuten in die Sicherungsqueue.

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Über den Fortschritt der Datensicherung kann ein Systray-Symbol auf Wunsch informieren. Außerdem lässt sich die Bandbreitenbeanspruchung regulieren, damit beispielsweise bei VoIP-Gesprächen keine Beeinträchtigung stattfindet. Im Programm ist eine sehr einfach gehaltene Hilfe enthalten, die die wenigen Optionen auf Wunsch sogar in Form von Videos erläutert.

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Das erste Backup wird je nach Anzahl der ausgewählten Dateimenge mehrere Tage in Anspruch nehmen – danach werden nur noch veränderte oder neue Daten gesichert, was weniger aufwendig ist. Künftig wollen die Betreiber auch eine Versionierung anbieten, so dass auf Dateiversionen verschiedener Tage zurückgegriffen werden kann.

Carbonite verwendet eine Blowfish-Verschlüsselung mit einem 1.024 Bit breiten Schlüssel. Der Anwender muss das bei der Anmeldung verwendete Passwort wissen, wenn er die gesicherten Daten wieder zurückspielen will. Dazu wird einfach eine frische Programmversion von Carbonite installiert und der Restore-Prozess initialisiert. Von Wechsel- und Netzwerkdatenträgern macht das Programm derzeit keine Backups. Das gilt in der Voreinstellung auch für Programmdateien, was sich aber abstellen lässt.

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Die Rücksicherung ist auf Grund der meist unterschiedlichen Down- und Upload-Geschwindigkeiten bei Breitbandverbindungen entsprechend schneller erledigt. Man kann entweder alle oder ausgewählte Daten zurückholen – die gesicherte Ordnerstruktur bleibt erhalten.

Die privaten Schlüssel speichert Carbonite derzeit selbst in einer separaten Datenbank, zu der nur wenige Mitarbeiter Zugang haben sollen.

Carbonite kostet nach der rund zweiwöchigen Testphase pro Monat 5,- US-Dollar Gebühren. Wer für ein Jahr im Voraus zahlt, erhält etwas Rabatt und einen monatlichen Preis von 4,16 US-Dollar im Monat. Bei einem Zweijahresvertrag sinkt der Monatspreis auf 3,75 US-Dollar.

Das Backup-Prinzip wendet sich klar an private Anwender, die einen überschaubaren Rahmen von Dateien ohne große Mühe sichern wollen. Ein Vorteil der Lösung ist die externe Speicherung – bei Brand oder Diebstahl sind am gleichen Ort gelagerte Backup-Medien oft sinnlos.


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