Websurfen in Deutschland: Die Alten kommen

Im Internet verändert sich die Alterspyramide

Die Studie internet facts der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) hat ergeben, dass das Internet in Deutschland inzwischen eine Reichweite von 57 Prozent hat, d.h. 37,20 Millionen Menschen im Netz sind. Nach wie vor sind mehr Männer im Netz als Frauen (55,9 Prozent Männer, 44,1 Prozent Frauen), wobei jedoch in den jüngeren Altersklassen beide Geschlechter nahezu gleich stark vertreten sind.

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Nimmt man die Altersgruppen von 50 bis 70 Jahre und älter zusammen, sind die "Silver Surfer" mit 23,2 Prozent die im Internet stärkste Altersgruppe (8,36 Millionen). Die Strukturen der Onliner nähert sich so weiter der der Gesamtbevölkerung an.

Ganz knapp danach kommen allerdings die 30- bis 39-Jährigen (8,05 Millionen) mit 22,4 Prozent sowie die 40- bis 49-Jährigen (7,78 Millionen) mit 21,6 Prozent und die 20- bis 29-Jährigen mit 19,2 Prozent (6,91 Millionen).

Die Zahlen lassen sich natürlich auch beliebig ins Gegenteil interpretieren: Es sind immer noch deutlich mehr unter- als über 50-Jährige online. Drei Viertel der Onliner (75,6 Prozent) sind seit mindestens zwei Jahren im Netz, knapp 61 Prozent der Onliner (60,9 Prozent) sind schon mehr als drei Jahre "drin".

DSL ist mittlerweile mit 42,5 Prozent die beliebteste Zugangsart, gefolgt von ISDN mit 34,2 Prozent. Die Allermeisten gehen von zu Hause aus online (90,6 Prozent). Ein Drittel kommt auch über Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz in den Cyberspace und etwas mehr als ein Viertel betreten die Onlinewelt bspw. bei Freunden oder Verwandten (26,5 Prozent).

94,1 Prozent der Onliner (33,86 Millionen) informieren sich im Internet über Produkte, die sie unter Umständen kaufen wollen. Knapp drei Viertel der Internetnutzer kaufen auch online ein.

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