Breko legt Beschwerde gegen Wholesale-DSL ein

Verband: Letzte Meile zu teuer oder DSL-Resale zu billig

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) hat bei der Bundesnetzagentur nun wie angekündigt Beschwerde gegen das Vorleistungsprodukt "Wholesale DSL" der Telekom eingelegt. Der Verband fordert die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens gegen die Deutsche Telekom.

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Zusammen mit zwölf Mitgliedsunternehmen - darunter HanseNet, Versatel, NetCologne und EWE TEL - geht der BREKO gegen die Resale-DSL-Angebote der Telekom vor. Angesichts der hohen Miete, die die BREKO-Mitglieder für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), also die letzte Meile, zu zahlen haben, seien die Angebote für DSL-Reseller zu günstig oder umgekehrt die TAL-Miete zu hoch, so der Vorwurf.

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Im August 2006, kurz nach Bekanntwerden des DSL-Vorleistungsangebotes an Wiederverkäufer wie Freenet und United Internet, hatte der Verband ein Gutachten präsentiert, um den Missbrauch bei der Entgeltkalkulation nachzuweisen. Resellern wurden beim Wiederverkauf von DSL-Produkten auf dem Telekom-eigenen Netz Rabatte von bis zu 54 Prozent eingeräumt, während Festnetzgesellschaften mit eigenem Netz keine Vorteile erhielten, wenn sie selbst Angebote über die (TAL) der Telekom machen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Zweitverwerter wie United Internet bei weitem nicht in dem Umfang in Infrastruktur investieren wie Netzbetreiber, hält BREKO diese Sonderbehandlung nicht für tolerierbar.

"Die Abwärtsspirale bei Resale-Preisen kam erst so richtig in Schwung, nachdem unser hoher Mietpreis für die letzte Meile schon abgesegnet war. Hier besteht also dringender Handlungsbedarf, um diese gravierende Schieflage im Wettbewerb auszugleichen", fordert BREKO-Präsident Peer Knauer.

Mit dem heutige Antrag legt der Verband zudem zusätzlich Aussagen zu den "exorbitanten Margen, die Reseller mit ihren Produkten erwirtschaften können" vor, heißt es in einer Presseerklärung des BREKO. Die Margen liegen demnach rund dreimal so hoch wie bei Unternehmen, die ein eigenes Netz unterhalten. Diese Differenz befindet sich nach Ansicht von BREKO in krassem Widerspruch zu dem unterschiedlich hohen Unternehmensrisiko. Die Telekom verfahre nach dem Motto: "Lieber Pseudo-Wettbewerb auf unserem Netz als echter Wettbewerb der Netze", so der BREKO-Präsident.

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