OCR-Engine FineReader für Linux und Intel-Macs
Die Portierung der OCR-Engine richtet sich nicht als gewöhnliche Software an Endanwender, sondern in Form eines SDKs an Entwickler, die die Engine für ihre Software nutzen wollen. Abbyy verspricht dabei eine weitaus höhere Genauigkeit als bei anderen für Linux erhältlichen OCR-Engines. Hinzu kommen Funktionen wie die Volltextindizierung. Auch die Umwandlung in PDF-Dateien unterstützt die Engine und kann dabei zudem Webadressen im Text erkennen und in Links umwandeln.
Neben 189 Sprachen kann die FineReader-Engine nach Herstellerangaben mit Nadeldruckern erstellte Texte, alte gotische und europäische Schriften sowie Sonderschriften, wie sie beispielsweise in der Finanzbranche verwendet werden, erkennen. Zudem unterstützt die Engine eine Vorverarbeitung für Bilder, um beim Lesen von Zeitungsseiten und Ähnlichem mit farbigem Hintergrund eine hohe Genauigkeit zu garantieren.
Barcodes erkennt die Engine ebenfalls und soll diese auch automatisch auf einer Seite finden, um sie einzulesen. Neben der PDF-Ausgabe schreibt die Software auch andere Formate wie RTF und HTML. Formatierungen des Original-Dokumentes bleiben dabei zumindest teilweise erhalten.
Bereits seit 2003 gibt es die FineReader-Edition in einer Linux-Fassung. Die Version 8.0 ist aber nun erstmals auch für FreeBSD und MacOS X auf Intel-Rechnern verfügbar. Die Engine bietet Entwicklern Zugang zu wichtigen OCR-Funktionen, die sich über ein API ansprechen lassen. Andere Funktionen sind zudem über die Kommandozeile zugänglich.
Entwickler- und Laufzeit-Lizenzen sollen laut Abbyy ab dem vierten Quartal 2006 erhältlich sein. Gleiches gilt für einige Extramodule. Preise nannte der Hersteller allerdings noch nicht, eine Testversion soll es auf Nachfrage geben.
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