Gutachten: Bagatellklausel bei Tauschbörsen ist unsinnig

Fraunhofer-Forscher legen Gutachten im Auftrag der Buch- und Musikindustrie vor

Der Referentenentwurf zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle sah die Einführung einer Bagatellklausel vor, mit der Urheberrechtsverletzungen in kleinem Maßstab straffrei gestellt werden sollen, auch um Kinder und Jugendliche nicht unnötig zu kriminalisieren und die Staatsanwaltschaften zu entlasten. Mittlerweile ist diese Klausel auf Drängen der Inhalte-Industrie gestrichen, ihre Umsetzung wäre aus technischer Sicht auch nicht praktikabel gewesen - zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der Fraunhofer-Wissenschaftler Dr. Martin Steinebach und Sascha Zmudzinski im Auftrag der Verlags- und Buchindustrie.

Artikel veröffentlicht am ,

Dr. Martin Steinebach und Sascha Zmudzinski haben die einst geplante Regelung in einem jetzt veröffentlichten Gutachten für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Deutsche Landesgruppe der IFPI e.V., des internationalen Verbandes der Tonträgerhersteller unter die Lupe genommen.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator (w/m/d)
    Zimmer + Kreim GmbH & Co. KG, Brensbach
  2. Security Manager Analyse und Konzeption (w/m/d)
    EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
Detailsuche

"Der technische Aufwand für den Nachweis, dass es sich nicht um Bagatellen handelt, wäre enorm hoch und in der Praxis für den einzelnen Rechteinhaber nicht durchführbar", formuliert Steinebach die Kritik an der gekippten Regelung. Steinebach beschäftigt sich seit Jahren mit Wasserzeichentechnologien zur Markierung digitaler Dateien. Seine Forschungsgruppe hat eine Technik zum automatisierten Auffinden von mit Wasserzeichen geschützten Medien für Peer-to-Peer-Netzwerke entwickelt und implementiert. Zu seinen Kunden gehören unter anderem libri.de, diadopo.com und soforthoeren.de.

"Es geht uns nicht darum, Einzeltäter zu verfolgen - daran haben weder wir noch unsere Mitglieder ein Interesse. Aber es ist für den Rechteinhaber schlicht nicht erkennbar und damit auch nicht nachweisbar, ob ein Rechtsverletzer mehr als nur den einen, gerade zum Download angefragten Titel anbietet. Denn bei modernen Tauschbörsen wie eDonkey bzw. eMule ist der Blick auf die Festplatte des Anbieters in aller Regel nicht mehr möglich", so Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, wobei anzumerken ist, dass eDonkey gerade seinen Betrieb eingestellt hat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Papa mit vier... 20. Sep 2006

Du bist ein Troll. Ohne Kinder ist die Gesellschaft tot Du Träumer!

4650 19. Sep 2006

oder nicht? Eine solche Studie kann man sich doch nun wirklich in den Allerwertesten...

navv 19. Sep 2006

Ich glaub, da ist jemand gekauft worden. Ist doch klar, dass man nach einer gewissen Zeit...

graf porno 19. Sep 2006

Der ist mal Karl, dem Großen anno knips untergegangen. ;-)

graf porno 19. Sep 2006

Jup, und dann sagen sie "Es geht uns nicht darum, Einzeltäter zu verfolgen - daran haben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Venturi-Tunnel
Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke

White Motorcycle Concepts testet sein Elektromotorrad WMC250EV, bei dem der Fahrer auf einem riesigen Tunnel sitzt. Später soll es 400 km/h erreichen.

Venturi-Tunnel: Elektro-Motorrad mit Riesenloch auf der Teststrecke
Artikel
  1. Elektroauto: Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg
    Elektroauto
    Cadillac Lyriq nach 19 Minuten weg

    Einen der ersten Cadillac Lyriq zu reservieren, glich mehr einer Lotterie als einem Autokauf. In wenigen Minuten waren alle Luxus-Elektroautos vergriffen.

  2. SpaceX Inspiration 4: Laien-Astronauten nach Reise ins Weltall zurück auf der Erde
    SpaceX Inspiration 4
    Laien-Astronauten nach Reise ins Weltall zurück auf der Erde

    Die Weltraumtouristen der Dragon-Ramkapsel von SpaceX waren weiter weg von der Erde als die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS).

  3. Autos, Scooter und Fahrräder: Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote
    Autos, Scooter und Fahrräder
    Berlin reguliert Sharing-Mobilitätsangebote

    Die Nutzung des öffentlichen Raums durch Autos, Scooter und Fahrräder von Sharing-Unternehmen wird in Berlin reguliert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: MM-Club-Tage (u. a. SanDisk Ultra 3D 2 TB 142,15€) • Corsair Vengeance RGB PRO 16-GB-Kit DDR4-3200 71,39€ • Corsair RM750x 750 W 105,89€ • WD Elements Desktop 12 TB 211,65€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€) • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ [Werbung]
    •  /