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IBM will System für den "Gläsernen Passagier" entwickeln

Bundesinnenministerium interessiert. IBM hat nach einem Bericht des Spiegel das in Großbritannien schon eingeführte Überwachungssystem für Reisende aus dem Ausland auch der Bundesregierung und ihren Partnern in der EU angeboten. Die Software soll bereits beim Kauf eines Flugtickets, einer Schiffspassage oder Bahnfahrkarte im Ausland persönliche Daten sofort an die Zielländer weiterleiten, wo sie mit Warnlisten oder Bewegungsdateien von Einreisebehörden, Polizei und Geheimdiensten abgeglichen werden.
/ Andreas Donath
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"Warum die Nadeln im Heuhaufen erst an der Grenze suchen, wenn man den Heuhaufen vorher intensiver durchforschen kann?", soll IBM für sein Konzept der "Grenzkontrolle vor dem Startpunkt" einer Reise geworben haben, so der Spiegel.

Mit der Methode sollen sich unverdächtige Passagiere schneller abfertigen lassen, während bei "besonderen Reisenden" eine "vertiefte Intervention" ermöglicht werde, schreibt das Blatt. Einen ersten Auftrag zur vernetzten Passagierkontrolle hat das Unternehmen, das Sicherheitsbehörden zahlreicher Staaten, darunter auch China, beliefert, schon erhalten.

Unter dem Codenamen "Semaphore" soll Großbritannien mit Hilfe von IBM personenbezogene Daten abgleichen, die von den Fluggesellschaften etwa bei Flügen aus Iran, Thailand oder Pakistan eingefordert werden sollen.

Das Bundesinnenministerium verfolgt das "innovative Projekt zur Grenzsicherung" der Briten bereits "mit großem Interesse", schreibt der Spiegel.


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