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15 Jahre Linux

Andrew Morton
Andrew Morton
2006, 15 Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Kernel-Version, ist Linux so weit fortgeschritten, dass es in der Regel ohne Probleme auf moderner Hardware läuft. Unterstützung für Multimedia-Komponenten gehört ebenso selbstverständlich dazu wie die WLAN-Unterstützung sowie die Vorbereitung für moderne CPUs. Auf technischer Seite nutzt der Kernel 2.6 beispielsweise einen neuen Scheduler, der die Rechenzeit besser unter den Prozessen aufteilen soll und auch Access Control Lists unterstützt die neue Version.

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Seit Linux-Kernel 2.6.11 hat sich allerdings auch das Entwicklungsmodell grundlegend verändert: Fehler werden in Unterversionen der Art 2.6.y.z korrigiert, während die weitere Entwicklung direkt unter dem Namen Kernel 2.6 weiterläuft. Einen Entwickler-Kernel 2.7 hingegen gibt es nicht, weshalb neue Funktionen wesentlich schneller in den Anwender-Kernel gelangen als bei früheren Versionen.

Das Argument, Linux unterstütze zu wenig Hardware, sei dabei nicht mehr haltbar, so der bei Novell beschäftigte Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman. In seiner Linux-Symposium-Keynote "Myths, Lies, and Truth about the Linux kernel" widersprach Kroah-Hartman dabei sogar Novells CTO Jeff Jaffe. Dieser meint, Plug-and-Play unter Linux sei noch nicht auf Windows-Niveau. Allerdings unterstützt Linux laut Kroah-Hartman mehr Hardware als jedes andere Betriebssystem, darunter auch moderne Techniken wie USB 2.0, Bluetooth, PCI Express, PCI-Hotplug sowie CPU- und Speicher-Hotplug.

Dennoch tauchen auch immer mehr Probleme für Linux auf. So bemerkte Andrew Morton, der den Kernel 2.6 zusammen mit Linus Torvalds verwaltet, auf dem LinuxTag 2006, dass der Kernel immer fehlerhafter werde. Dafür sei auch das veränderte Veröffentlichungsmodell verantwortlich, das letztlich zu zu vielen neuen Funktionen führe, so Morton gegenüber Golem.de. "Neue Funktionen gelangten schon immer schnell in den Linux-Kernel. In den letzten zwei Jahren hat sich unsere Rate auf Grund verschiedener Dinge noch weiter erhöht", so Kroah-Hartman zu Golem.de.

Man müsse die Entwicklung daher verlangsamen, so Morton, um Herr über die Fehler zu werden. "Die Leute sind zu schnell und nicht vorsichtig genug", so Morton weiter. Kroah-Hartman hingegen sieht dies anders: "Ich kann niemandem sagen, was er tun soll. Wir hatten im letzten Jahr über 1.400 unterschiedliche Entwickler, die etwas zum Kernel beigetragen haben. Ich kann ihnen genausowenig sagen, sie dürften keine neuen Funktionen programmieren, wie man eine Katze zum Schafe hüten trainieren kann", so Kroah-Hartman.

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Friedel 22. Sep 2006

Richtig! Wenn wir nicht aufpassen, lässt sich Thorvalds seine Erfindung noch...

Gently 20. Sep 2006

Das besagt jetzt was? Was hat sich den bitte geändert? Nein. Wenn ein "Author" ein...

Kraftsaft 19. Sep 2006

Nunja, wir werden alle nicht jünger, gell? Und Torvalds Gewichtsprobleme halten sich IMHO...

Woever 19. Sep 2006

Das im Artikel angegebene GPL-Datum erscheint mir falsch: In den Release-Notes für die...

Oliver_S 19. Sep 2006

Für manche ist programmieren auch eine kreative Tätigkeit MfG Oliver


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