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15 Jahre Linux

Doch während die Arbeiten an Kernel 2.2 einige interessante Neuerungen versprachen, traten auch erste Probleme im Entwicklungsprozess auf. Die Leistung auf Mehrprozessorsystemen sollte verbessert und die Speicherverwaltung überarbeitet werden. Mit Video4Linux und dem Open Sound System sollte auch Multimedia-Anwendungen unter Linux nichts mehr im Wege stehen. Doch Torvalds - seit jeher der "Benevolent Dictator for Life" - kam mit der Überprüfung und Integration des ihm zugesandten Quelltextes nicht nach.

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Dies zog Beschwerden der Entwickler und einen Streit nach sich. Selbst ein Fork des Linux-Kernels wurde erwogen. Fortan erklärten sich Entwickler wie beispielsweise Alan Cox dazu bereit, Patches selbst zu überprüfen, bevor sie an Torvalds zur Integration weitergereicht wurden. Mitte der 90er-Jahre kam es darüber hinaus zum ersten Markenrechtsstreit um den Namen Linux, nachdem sich verschiedene Personen und Organisationen den Namen in verschiedenen Ländern schützen ließen. Torvalds bekam die Rechte jedoch zugesprochen, nachdem er zusammen mit Linux International gegen die Markenrechtszuweisungen vorging.

Besonders heiß ersehnt wurde die neue Kernel-Version 2.4, an der zwischenzeitlich gearbeitet wurde. Diese sollte letztlich im Januar 2001 erscheinen, obwohl Torvalds bereits im September 1999 den "Feature Freeze" einläutete. Der fertige Kernel brachte einige wichtige Funktionen mit, darunter die USB-Unterstützung. Doch auch die Leistung auf Mehrprozessorsystemen verbesserte Kernel 2.4. Im Bereich der Software für Linux tat sich viel, da beispielsweise StarOffice, damals noch von Star Division, in einer Linux-Version erschien und Netscape den gleichnamigen Browser für Linux veröffentlichte. Mit KDE und GNOME entstanden darüber hinaus die beiden bis heute dominierenden Desktop-Umgebungen für Linux-Computer.

Weiterer Ärger stand schließlich ins Haus, als sich SCO zu einem Feldzug gegen Linux entschloss. SCO stützt sich dabei auf Patente, Urheberrechte und anderes geistiges Eigentum an Unix, das die Firma, damals noch unter dem Namen Caldera, im Rahmen der Übernahme von SCO erworben hatte. Auf Klagen gegen IBM folgten Vorwürfe, Suse und Red Hat würden SCOs Code nutzen. Auch gegen Linux-Nutzer wollte das Unternehmen vorgehen, schließlich sei Linux ein unautorisiertes Unix-Derivat.

Allerdings konnte SCO Linux bisher nichts anhaben und bleibt die angeblich vorhandenen Beweise noch immer schuldig. Dennoch investiert das Unternehmen weiterhin in Rechtsstreitigkeiten. Geadelt wurde Linux spätestens zum 10. Geburtstag des Kernels, als Microsofts Steve Ballmer das System offen als einen Konkurrenten für Windows bezeichnete.

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Friedel 22. Sep 2006

Richtig! Wenn wir nicht aufpassen, lässt sich Thorvalds seine Erfindung noch...

Gently 20. Sep 2006

Das besagt jetzt was? Was hat sich den bitte geändert? Nein. Wenn ein "Author" ein...

Kraftsaft 19. Sep 2006

Nunja, wir werden alle nicht jünger, gell? Und Torvalds Gewichtsprobleme halten sich IMHO...

Woever 19. Sep 2006

Das im Artikel angegebene GPL-Datum erscheint mir falsch: In den Release-Notes für die...

Oliver_S 19. Sep 2006

Für manche ist programmieren auch eine kreative Tätigkeit MfG Oliver


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