Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nokia: Namen sind doch nicht Schall und Rauch

Handys sollen in Zukunft plastische Ausdrücke als Produktbezeichnung tragen. Nokia will in Zukunft seine Handys mit aussagekräftigen Namen vermarkten und so die bisher gängigen Nummern der Modelle ablösen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Finnen nehmen sich damit ein Beispiel an den Handy-Produzenten Motorola und LG. Während Motorola mit der Modellbezeichnung "RAZR" punkten konnte, war LG mit dem Handy "Chocolate" erfolgreich.
/
41 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Marketing-Chef Keith Pardy bekräftigte, dass die Gerätenamen in Zukunft eine Bedeutung tragen und für den Konsumenten wichtig sein sollten. Gleichzeitig würden die Titel für den Kunden einprägsamer. Motorola habe den Absatzerfolg seines flachen Klapphandys namens RAZR unter anderem auch der eingängigen Produktbezeichnung zu verdanken.

Seit der RAZR-Einführung im vierten Quartal 2004 gingen die weltweiten Verkaufszahlen der Motorola-Handys im Vergleich zum vierten Quartal 2003 um 42 Prozent nach oben. Im zweiten Quartal 2005 soll das Motorola RAZR V3 weltweit bereits 5 Millionen Mal verkauft worden sein. Inzwischen haben die Amerikaner 50 Millionen Stück auf dem Globus abgesetzt – das gilt als Rekord in der Branche.

LG sprang ebenfalls auf diesen Zug auf und nannte das erste Handy mit Touchpad "Chocolate". Das schwarze Mobiltelefon, das am 1. Juni 2006 eingeführt wurde, soll sich laut LG binnen eines Monats international bereits eine Million Mal verkauft haben.

Angesichts dieser Erfolge, die die Marketing-Strategen zum Teil auf die Produktbezeichnung zurückführen, bedauert Pardy, nicht schon eher auf diesen Zug aufgesprungen zu sein. Noch ist jedoch unklar, ob Nokia nur einige ausgewählte Produkte oder alle zukünftigen Neuvorstellungen mit sinnhaften Bezeichnungen versehen will und ab wann die neue Namensgebung in Kraft treten soll.


Relevante Themen