Jin-Entwickler klagt gegen GPL-Verletzung
Jin ist eine freie Schach-Software, die in Java geschrieben wurde. Ihr Programmierer Alexander Maryanovsky wurde von der International Chess University gefragt, ob er bei der Entwicklung eines Schach-Servers und -Clients helfen könne. Da Maryanovsky, der in Israel studiert, jedoch keine Zeit hatte, bot er an, dass die ICU Jin nutzen könne – solange sie sich an die GPL halte. Alternativ bot er eine kommerzielle Lizenz an.
Daran war die ICU jedoch nicht interessiert und teilte ihm später mit, sie werde die GPL-Version einsetzen. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass sie Jin dafür verändern werden, so dass sich die Software über ein Socket(öffnet im neuen Fenster) steuern lässt. Dadurch lassen sich externe Erweiterungen für die Software entwickeln, deren Quelltext die ICU nicht freigeben wollte. Dass dies gegen die Lizenz verstoße, erklärte Maryanovsky der ICU nach eigenen Angaben.
Die modifizierte Version greift auf einen in C++ geschriebenen Teil zu, der die für die ICU wichtigen Funktionen enthält. So können Studenten ihren Tutor sehen und mit ihm sprechen. Der freigegebene Quelltext enthält aber eben diese Audio- und Video-Funktionen nicht. Da die ICU auf einen erneuten Hinweis von Maryanovsky nicht reagierte, entschloss er sich, einen Anwalt zu nehmen und reichte Klage gegen die ICU ein.
Allerdings gibt es bisher noch keine weiteren Informationen zu den aktuellen Ereignissen. Der Vertreter der ICU gab allerdings an, er sei von Israel in die USA umgezogen, Maryanovsky weiß nach eigenen Angaben jedoch nicht, ob dies der Wahrheit entspricht.
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