Intel: Serielle Flash-Bausteine für Unterhaltungselektronik
Mit seinem "Serial Flash", das Intel "S33" nennt, konkurriert das Unternehmen mit Anbietern wie ST Microelectronics und Spansion. Diese bieten schon seit Jahren Flash-Bausteine an, die durch eine kleine Bauform besonders kostengünstig sind. Anders als bei den in Handys, MP3-Playern und Digitalkameras eingesetzten Flash-Chips in NAND-Bauweise(öffnet im neuen Fenster) sind die seriellen Flash-Chips – wie der Name sagt – nicht mit einem parallelen Bus ausgestattet, der bei NAND-Flash üblicherweise 8 Bit breit ist. Dass die seriellen Flashs mit nur einer Datenleitung auskommen, spart Anschlüsse am Chip-Gehäuse und Platz auf den Platinen, was insgesamt die Kosten für Unterhaltungselektronik senkt. Dort speichern Flash-Bausteine etwa die Benutzereinstellungen und die Position der letzten Wiedergabe in einem DVD-Player oder die Senderliste in einem Fernseher.
An den Bauformen kann Intel durch die lange Etablierung von seriellem Flash am Markt nichts ändern und bietet folglich auch Bausteine mit 8 oder 16 Beinchen als "Small Outline IC" (SOIC) an. Dabei ist der Achtbeiner nur mit 16 MBit Kapazität zu haben, steht das Flash auf 16 Beinen, sind auch 32 oder 64 MBit oder maximal 8 MByte pro Chip möglich. Die seriellen Flash-Speicher von Intel arbeiten dabei in einer eher NOR-Flash und nicht NAND ähnlichen Weise und sollen besonders schnell sein. Neben den Standardfunktionen bietet das S33 auch einmal programmierbare Bereiche (OTP), in denen ein Hersteller beispielsweise eine nicht änderbare Seriennummer eines Geräts ablegen kann.
Intel liefert die in 130 Nanometern Strukturbreite hergestellten seriellen Flash-Bausteine bereits in Stückzahlen aus, verrät aber nicht, was sie kosten und welche Kunden sich dafür interessieren. Für Interessenten hat Intel eine eigene Webseite zum S33-Flash eingerichtet, die unter anderem erklärt, wie man die Bausteine von Konkurrenz-Anbietern in seinen Designs durch die Intel-Bausteine ersetzen kann.