Deutschland wird zum OLED-Land
"Optische Technologien sind ein Motor für Innovation und Wachstum in Deutschland" , betonte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich des Starts der OLED-Initiative am Montag in Ludwigshafen. Die CDU-Politikerin sieht ein Ziel der Hightech-Strategie der Bundesregierung vorbildlich erfüllt, es würde mit öffentlichen Mitteln ein Mehrfaches an Mitteln aus der Wirtschaft mobilisiert.
Organische Leuchtdioden, auch OLED (Organic Light Emitting Diode) genannt, können als dünne, biegsame Folien hergestellt werden. Sie sind leichter und stromsparender als etwa LCDs mit Hintergrundbeleuchtung. Bislang werden OLED-basierte Displays nur mit kleinen Abmaßen gefertigt und finden sich u.a. in einigen Mobiltelefonen und MP3-Playern.
"Die Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, künftig auch großflächige und flexible Lichtquellen kostengünstig zu erzeugen. Tapeten aus Licht oder Fernsehschirme zum Einrollen könnten mit dieser Technik unseren Alltag energiesparend beleuchten" , heißt es in einer Mitteilung des BMBF. OLED-Produkten werde ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe prognostiziert.
Ziel der OLED-Initiative ist es, eine Fertigung von OLED-Produkten in Deutschland aufzubauen. In der Startphase der Initiative wird das BMBF fünf Forschungsverbünde mit insgesamt 33 Partnern aus Universitäten, Forschungsinstituten und Wirtschaft fördern. Beteiligt sind unter anderem BASF, Merck KGaA, Optrex Europe, Osram Opto Semiconductors und Philips.
Bundesforschungsministerin Schavan eröffnete am Montag auch das neue "Joint Innovation Lab" der BASF. Darin sollen Industrie- und Hochschulpartner im Rahmen der OLED-Initiative gemeinsam forschen. Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft würden aus Ideen neue Projekte, so Schavan.