Zeitdruck für Freenet-Fusion mit Mobilcom nimmt zu

Fusion muss vor möglicher AOL-Deutschland-Übernahme vollzogen sein

Die Mobilcom-Tochter Freenet gerät bei dem Bieterverfahren für AOL Deutschland unter Zeitdruck. Wie der Focus nach eigenen Angaben vom Landgericht Hamburg erfuhr, blockierten immer noch Aktionäre mit Klagen die schon lange geplante Fusion des Internetanbieters Freenet mit dem Mobilfunkanbieter Mobilcom.

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Nach den Informationen des Nachrichtenmagazins könnte ein neuer Prozesstermin am 13. September 2006 den Zusammenschluss nochmals verzögern. Ein Urteil wäre immer noch anfechtbar. Der Chef von Freenet und Mobilcom, Eckhard Spoerr, müsste daher vorher einen außergerichtlichen Vergleich erzielen, wenn er im Millionenpoker um AOL mithalten will. "Der wirtschaftliche Spielraum würde für uns nach der Fusion deutlich größer, die Finanzierungskosten niedriger", sagte Spoerr gegenüber dem Focus.

Nach Angaben von Focus bieten für die deutsche Time-Warner-Tochter AOL, ansonsten Versatel, Telecom Italia ("Alice") und United Internet (1&1). AOL Deutschland soll dem Vernehmen nach bis Ende des Jahres 2006 verkauft werden.

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