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Deutsche Piratenpartei gegründet

Neues Urheberrecht für eine offene, effiziente und gerechte Wissensgesellschaft. Am Sonntag, den 10.9.2006, wurde in Berlin eine deutschen Piratenpartei gegründet. Sie orientiert sich am schwedischen Original, will sich aber inhaltlich differenzierter und vielfältiger aufstellen. Die Partei fordert unter anderem eine grundlegende Reform des Urheber- und Patentrechts, aber auch Themen wie Schutz der Privatsphäre und die Transparenz des Staatswesens stehen im Programm.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Gründungsversammlung fand in der c-base(öffnet im neuen Fenster) statt, deren Trägerverein sich der Mehrung des Wissens um Software, Hardware und Netzwerke verschrieben hat. Die Piratenpartei will für eine offene, effiziente und gerechte Wissensgesellschaft eintreten, wozu für die Partei unter anderem das Recht auf Privatkopie und Filesharing und die Verkürzung der Schutzfristen gehört.

Die Piratenpartei will sich aber nicht als reine " Filesharing-Partei" verstanden wissen, auch der Schutz vor Überwachung in der Öffentlichkeit, Sicherung des Fernmeldegeheimnisses, eine Reduzierung der Patentierbarkeit insbesondere in den Bereichen Software und Gentechnik sowie freier Zugang zu Ergebnissen der öffentlich geförderten Forschung und Entwicklung stehen im Grundsatzprogramm(öffnet im neuen Fenster) .

Die Piratenpartei Deutschlands ist Teil einer europäischen Bewegung, die mit der Gründung der Piratenpartei in Schweden einen Anfang genommen hat. Mit dem von der Musik-, Film- und Software-Industrie oft genutzten Begriff "Piraterie" will man dabei in erster Linie provozieren. Zusammen mit ähnlichen politischen Parteien anderer Länder hofft die Piratenpartei zur Wahl des Europaparlaments 2009 antreten zu können und auch die Bundestagswahl im gleichen Jahr hat man im Visier.


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