• IT-Karriere:
  • Services:

Linux-Kernel 2.6.18 mit überarbeiteter SATA-Unterstützung

Erste Kernel-Version ohne Devfs

Der Linux-Kernel ist nun in der Version 2.6.18 erschienen, die eine überarbeitete SATA-Schicht enthält. Mit dem PI-System gibt es zudem eine im Userspace ablaufende Prioritätsregelung und mit dem Lock Validator ist ein neues Debugging-Werkzeug enthalten. Einige zusätzliche Treiber enthält der neue Kernel ebenfalls. Als erste Kernel-Version enthält 2.6.18 nun kein Devfs-System mehr.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Eine der größten Änderungen in der neuen Kernel-Version ist das fehlende Devfs. Dieses ließ sich zwar bereits in den letzten Kernel-Versionen nicht mehr auswählen, war aber dennoch in weiten Teilen des Systems noch vorhanden. Das schon in der Kernel-Serie 2.4 eingeführte Devfs verwaltet das Gerätedateisystem /dev - eine Aufgabe, die heute das Userspace-Programm Udev übernimmt. Auf Grund einiger Probleme mit Devfs war es schon länger als "veraltet" gekennzeichnet und wurde nun komplett entfernt.

Die Entwickler überarbeiteten den Prozess-Scheduler des Kernels und brachten unter anderem die Erweiterung SMPnice in den Kernel. Diese verteilt Prozesse verschiedener Priorität besser auf mehrere Prozessoren. Durch verbesserte Energiespar-Regeln ist es außerdem möglich, einen Prozessor arbeiten und einen anderen im Stromsparmodus laufen zu lassen. Dabei hängt die Verteilung davon ab, wie viel das System aktuell zu tun hat. Bei hoher Last ist so sichergestellt, dass die Prozesse wieder gleichmäßig verteilt werden.

Der schon seit Kernel 2.6.13 enthaltene CFQ-I/O-Scheduler (Complete Fair Queuing) ist nun standardmäßig aktiv. Dieser erlaubt es beispielsweise, I/O-Prioritäten zu vergeben, um zu verhindern, dass ein Prozess mit hoher I/O-Aktivität das System in Mitleidenschaft zieht. Der alte AS-Scheduler lässt sich zwar weiterhin verwenden, CFQ ist allerdings ohnehin in einigen Distribution schon aktiviert, so etwa in Red Hat Enterprise Linux 4.

Eine weitere Änderung gibt es beim Locking, das uneinheitliche Änderungen an Datenstrukturen verhindert, wenn mehrere Prozesse auf dieselben Daten zugreifen. Dieser wichtige Bestandteil des Kernels kann jedoch auch negative Auswirkungen auf die Systemleistung haben, da ein Prozess warten muss, wenn ein anderer bereits die zu ändernden Daten für sich beansprucht. So wird nicht nur ein Prozess ausgebremst, im schlimmsten Fall kann dieses Verhalten sogar zum Stillstand des Systems führen, wogegen nun "Priority Inheritance" in den Kernel integriert wurde. Diese Technik verhindert, dass ein Prozess mit niedriger Priorität einen mit höherer ausbremst und läuft dabei im Userspache ab. Allerdings setzt diese Priority Inheritance auch eine aktualisierte Glibc voraus.

Stellenmarkt
  1. K&P Computer Service- und Vertriebs GmbH, Erfurt, Leipzig, Plauen, Chemnitz, Braunschweig (Home-Office möglich)
  2. ivv GmbH, Hannover

Passend dazu gibt es mit Lockdep eine Technik, um Kernel-Locks zu überprüfen. Durch die Komplexität der Lock-Regeln schleichen sich immer wieder Fehler in den Quelltext ein, die Lockdep finden soll. Dazu überprüft Lockdep auftretende Sperren zur Laufzeit und informiert über Probleme. Allerdings ist die Funktion nur für Entwickler interessant, besonders, da ein Kernel mit aktiviertem Lockdep langsamer laufen soll.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Linux-Kernel 2.6.18 mit überarbeiteter SATA-Unterstützung 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Rambo: Last Blood für 6,90€ (Blu-ray), Systemsprenger für 6,15€ (DVD), John Wick...
  2. tausende Angebote mit bis zu 40 Prozent Rabatt
  3. ab 195€ neuer Bestpreis auf Geizhals
  4. 38,05€ (Bestpreis!)

the real ezhik 13. Apr 2007

Hans Reiser wird wohl noch ein paar Jahre brauchen bis er aus dem Knast kommt.

Cornelius... 01. Mär 2007

Funktioniert's denn? Ich habe versucht nen Stick mit zd1211 zum laufen zu bringen und das...

Anonymer Nutzer 22. Sep 2006

Damit habe ich es letztes mal auch gemacht. Wirklich merken kann ich mir das ganze...

testuser 21. Sep 2006

Also ich nutze Gentoo und seit ziemlich langer Zeit schon udev. Hab selbst auch ein...

panzi 20. Sep 2006

Muss mich dem Lob anschliesen. Hab die Neuigkeit über einen neunen Kernel schon auf...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
SSD vs. HDD: Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab
SSD vs. HDD
Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab

SSDs in NAS-Systemen sind lautlos, energieeffizient und schneller: Golem.de untersucht, ob es eine neue Referenz für Netzwerkspeicher gibt.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

  1. Firecuda 120 Seagate bringt 4-TByte-SSD für Spieler

Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
Corsair K60 RGB Pro im Test
Teuer trotz Viola

Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
  2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
  3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

    •  /