Linux-Kernel 2.6.18 mit überarbeiteter SATA-Unterstützung

Nochmals überarbeitet wurde der mit Kernel 2.6.16 eingeführte Code, um Speicherseiten auf so genannten Non-Uniform-Memory-Access-Systemen (NUMA), wie Multiprozessor-Systemen mit Alpha- oder MIPS-CPUs, zu verschieben. Bei diesen Systemen kann die Zugriffszeit auf unterschiedliche Speicherorte von einer CPU verschieden sein, der Swap-Migrations-Code verschob daher Speicherseiten über den Swap-Speicher, ohne dass der Prozess angehalten werden muss. So ändert sich nur der physische Ort der Speicherseiten, jedoch nicht die virtuelle Adresse. Da die Speicherseiten näher an der CPU liegen, soll sich die Latenzzeit verringern.

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Allerdings traten dabei einige Probleme auf, weshalb nun eine direkte Speicherseiten-Migration möglich ist. Der Swap-Speicher wird also umgangen und die Speicherseite direkt an die neue physische Position verschoben. Dies geht mit einem neuen Systemaufruf einher.

Das IRQ-Subsystem wurde weiter vereinheitlicht, so dass nun alle Architekturen dieselbe Technik nutzen. Zuvor setzte vor allem der Kernel für die ARM-Architektur auf eine andere IRQ-Schicht. Ferner gibt es ein generisches Zeitsystem, mit dem sich die Kernel-Zeit unabhängig von den architekturspezifischen Techniken abfragen lässt und der Zugriff auf den I/O-Speicherbereich kann nun auch mit 64-Bit-Werten erfolgen.

Wie üblich gab es auch bei den anderen Subsystemen sowie den Treibern mehr oder weniger große Änderungen. Durch Modifikationen an "libata" zur SATA-Unterstützung funktioniert nun auch Native Command Queuing und Hot-Plug. Zudem soll die SATA-Implementierung generell robuster und weniger fehleranfällig sein.

Neue Framebuffer-Treiber gibt es unter anderem für Intels i945G-Chip sowie GeForce-6100-Chips und mit Imacfb lässt sich der Framebuffer auch auf Intel-Macs nutzen. Ein weiterer Treiber ermöglicht es außerdem, die Helligkeit von Apple Cinema Displays über USB zu regeln und Dockingstationen, die sich über ACPI verwalten lassen, funktionieren nun. Zudem unterstützt der Linux-Kernel 2.6.18 die LAN911x-Serie von SMSC und die Highpoint-Rocket-RAID-Controller 3220/3320. Neu ist auch ein Treiber für ZyDAS ZD1211 WLAN, der den Entwicklern vom Hersteller selbst zur Verfügung gestellt wurde. Der Chipsatz kommt in den USB-WLAN-Adaptern verschiedener Hersteller zum Einsatz.

Der Pwc-Treiber für USB-Webcams von Phillips wurde stark überarbeitet und unterstützt zusätzliche Kameras. Außerdem können nun auch Datenströme mit höherer Auflösung dekodiert werden. Dabei soll der neue Code keine rechtlichen Probleme mehr verursachen - in der Vergangenheit wurde der Treiber auf Wunsch des Autors schon einmal komplett entfernt, nachdem die Kernel-Entwickler Unterstützung seines binär vertriebenen Decoder-Moduls abgelehnt hatten.

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the real ezhik 13. Apr 2007

Hans Reiser wird wohl noch ein paar Jahre brauchen bis er aus dem Knast kommt.

Cornelius... 01. Mär 2007

Funktioniert's denn? Ich habe versucht nen Stick mit zd1211 zum laufen zu bringen und das...

Anonymer Nutzer 22. Sep 2006

Damit habe ich es letztes mal auch gemacht. Wirklich merken kann ich mir das ganze...

testuser 21. Sep 2006

Also ich nutze Gentoo und seit ziemlich langer Zeit schon udev. Hab selbst auch ein...

panzi 20. Sep 2006

Muss mich dem Lob anschliesen. Hab die Neuigkeit über einen neunen Kernel schon auf...



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