Erste Beta von Red Hat Enterprise Linux 5
Während es bei früheren Versionen von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) noch mehrere Varianten des Produktes gab, unterscheiden die Amerikaner nun nur noch zwischen Client- und Server-Ausgabe. Der Client ist für den Einsatz auf Desktops und Entwickler-Workstations gedacht und bringt dementsprechend Anwendungen wie Evolution und OpenOffice.org mit, die beim Server fehlen. Auch Pakete für Programmierer sind enthalten.
Der Server hingegen bringt Software für Fail-Over-Cluster und Load Balancing mit. Ferner unterstützt diese Variante das GFS-Cluster-Dateisystem, um damit Speichersysteme über mehrere Knoten eines Clusters einzurichten. Die Virtualisierungslösung Xen steht in beiden Ausgaben zur Verfügung. In letzter Zeit gab es hierum einige Diskussionen , da Red Hat mehrmals betonte, Xen sei noch nicht reif für den Unternehmenseinsatz, andererseits Xen aber als Kernkomponente von RHEL 5 ansah. Konkurrent Novell hingegen integriert Xen schon seit längerem.
Ferner bringt die Beta von RHEL 5 Unterstützung für Netzwerkspeichertechniken wie Autofs und iSCSI mit. Neben Verbesserungen am Installer wurde auch die SELinux-Integration verbessert und Stateless Linux lässt sich aktivieren.
RHEL 5 setzt auf den Kernel 2.6.17 und nutzt X.org 7.1 Auch ansonsten sind die Komponenten größtenteils auf dem aktuellen Stand, so beispielsweise OpenSSH 4.3.p2 und Perl 5.8.8. Die fertige Version der Enterprise-Distribution soll Ende 2006 erscheinen, hängt aber auch von der Veröffentlichung von Fedora Core 6 ab, die Mitte Oktober 2006 erscheinen soll.
Die erste Beta-Version von RHEL 5 steht ab sofort über das Red Hat Network zur Verfügung, liegt aber auch auf dem FTP-Server(öffnet im neuen Fenster) . Der Client steht nur für x86- und x64-Systeme zur Verfügung, die Server-Version darüber hinaus auch für IA64, PPC64 und S390x.