Fahrsimulator erkennt Schwächen der Autofahrer
Die Software registriert während der simulierten Fahrt die Stärken und Schwächen der Testperson und erzeugt dann weitere Szenarien. So werden beispielsweise Situationen, die dem Fahrer Probleme bereiten, geringfügig variiert und so lange vorgegeben, bis er sie bewältigen kann.
Damit könnte man zum Beispiel ältere Fahrer trainieren, sich wieder Dinge zuzutrauen, bei denen sie vorher Defizite festgestellt hatten – zum Beispiel eine Fahrt im dichten Verkehr der Innenstadt. Die Software kann Landstraßen-, Autobahn- und Stadtszenarien zeigen und zusätzliche Module wie Fahrerassistenzsysteme integrieren.
SILAB soll auch für Fahranfänger und für Vielfahrer wie Lkw-Fahrer geeignet sein, so IZVW-Leiter Professor Hans-Peter Krüger. Das System wurde in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH entwickelt.
Auch in der Forschung kann das System eingesetzt werden. So wollen die Wissenschaftler damit die Wirkung von Alkohol, Drogen und Medikamenten auf das Fahrverhalten testen oder ermitteln, welchen Einfluss Fahrerassistenz- oder Fahrerinformationssysteme bzw. Mobiltelefonie oder Beifahrer auf die Aufmerksamkeit des Fahrers haben.
Zudem könne man Erkenntnisse gewinnen, wie der Straßenraum gestaltet sein muss, um dem Fahrer möglichst sichere Orientierung zu bieten.