Droht Vista das DNS-System zu überlasten?
Mockapetris befürchtet vor diesem Hintergrund ernsthafte Konsequenzen, das Internet werde langsam und zähflüssig, schreibt CNet(öffnet im neuen Fenster) . Microsoft räumt zwar ein, dass Vista den DNS-Traffic erhöhen werde, aber nicht in einer solch extremem Art und Weise. Auch andere Experten hätten Microsofts Auffassung bestätigt, so CNet. Ganz allein mit seiner Meinung sei Mockapetris aber nicht, auch wenn andere die ernsthaften Konsequenzen nicht sehen.
Das Domain Name System (DNS) sorgt dafür, dass ein Domain-Name in eine IP-Adresse umgesetzt wird. Mit der neuen Version des Internetprotokolls – IPv6 – gibt es aber auch neue IP-Adressen, so dass ggf. zwei Anfragen an das DNS-System notwendig sind.
Mit Vista bekommt Windows Unterstützung für IPv6 und wird zusätzlich DNS-Anfragen stellen, um herauszufinden, welches Protokoll beim Zugriff auf eine Webseite genutzt werden soll. Da IPv6 aber noch kaum genutzt wird, werde Vista in aller Regel zwei DNS-Anfragen stellen, eine für IPv6 und eine für IPv4, so die Befürchtung von Mockapetris. Microsoft sieht dies anders, eine Verdopplung werde es nicht geben, da Systeme, die ohne IPv6-Adresse konfiguriert sind, auch keine IPv6-Anfragen stellen werden.
David Ulevitch, Chef des freien DNS-Anbieters OpenDNS, bezeichnete die Aussagen von Mockapetris gegenüber CNet als "FUD" ("Fear, Uncertainty and Doubt").
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