Berlin: Internationale Funkausstellung mit weniger Besuchern

... aber mit mehr Geschäftsabschlüssen bei den Ausstellern

Auch die 46. Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin hat der Industrie die Auftragsbücher gefüllt. Die laut eigenen Angaben weltgrößte Unterhaltungselektronik-Branchenmesse hat das Ordervolumen des Vorjahres übertroffen, wurde zum IFA-Abschluss am Mittwoch erklärt - die Besucherzahlen gingen hingegen zurück.

Artikel veröffentlicht am , nz

Die Umstellung der IFA auf einen jährlichen, anstatt wie in der Vergangenheit zweijährlichen Turnus sieht die Messeleitung als geglückt an. Noch muss sich allerdings zeigen, ob das Konzept der jährlichen IFA auch langfristig aufgeht. Der Innovationszyklus geht zwar auf, doch viele Hersteller müssen stärker auf die mit großen Messen einhergehenden Kosten achten als es noch vor Jahren der Fall war. Manche Hersteller blieben auch 2006 der IFA fern, etwa der Konzern Sony, der am Potsamer Platz lieber eine eigene kleine Messe veranstaltete - dafür aber auf der IFA und den Köpfen der Besucher auch nicht präsent war.

Auf der IFA 2006 zeigten 1.049 Aussteller aus 32 Ländern ihre Produktneuheiten. Der Umstieg auf den jährlichen Turnus ging wenig überraschend mit leicht geschrumpften Ausstellerzahlen einher: 2005 wurden noch 1.202 Aussteller aus 40 Ländern gemeldet.

Den vorläufigen Zahlen vom Nachmittag des letzten Messetages zufolge sind 2006 nur rund 225.000 Besucher auf der IFA unter dem Berliner Funkturm gewesen. Vor einem Jahr waren es noch 250.000 Besucher. Der Anteil der Fachbesucher aus dem Ausland stieg von 25 Prozent auf 35 Prozent deutlich an.

Letztlich geht es für die Aussteller nicht nur um Besucherzahlen, sondern auch um die abgeschlossenen Verträge, da die IFA Publikums- und Fachmesse gleichzeitig ist. Das Ordervolumen der IFA 2006 hat die 2,5 Milliarden Euro Marke überschritten. "Wir bewegen uns weg vom bisherigen 'Auf und Ab' in diesem Bereich - hin zu einer kontinuierlichen Ordertätigkeit, die sowohl dem Handel als auch den Herstellern eine wesentlich bessere Planungs- und Kalkulationssicherheit vermittelt. Insbesondere können so auch viele Marketingprozesse bei den Herstellern stabilisiert werden", so Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin.

Laut Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im ZVEI und Mitglied des Aufsichtsrates der gfu, setzen die Verbraucher weiter auf technische Innovationen und Markenprodukte: "Entscheidend sind Qualität, Service und Wertbeständigkeit der Geräte."

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