Intel streicht jeden zehnten Arbeitsplatz

Massive Umstrukturierungen bis Mitte 2007

Im Zuge seines Reformprogramms für den an der Börse gebeutelten Halbleiterriesen hat CEO Paul Otellini jetzt den bisher radikalsten Schritt angekündigt. Ab sofort reduziert Intel sein Personal, bis Mitte 2007 müssen 10.500 Mitarbeiter gehen.

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Derzeit hat Intel nach eigenen Angaben rund 102.500 Mitarbeiter. Schon zum Ende des Jahres 2006 sollen es nur noch 95.000 sein und Mitte 2007 nur noch 92.000. Die Entlassungswelle, die das Unternehmen selbst auch in einer Pressemitteilung als "signifikante Reduktion von Intels Belegschaft" beschreibt, soll sich quer durch alle Bereiche ziehen.

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So will der weltgrößte Hersteller von Halbleitern vor allem beim Management, im Marketing und der eigenen IT-Infrastruktur Personal abbauen. Diese Maßnahmen sollen bereits 2006 stattfinden. 2007 setzt Intel dann auch in der Fertigung und sogar bei der Produktentwicklung den Rotstift an. Weitere Einsparungen sollen durch bessere Auslastung der teuren Geräte zur Halbleiterherstellung erfolgen und durch eine bessere interne Organisation aller Bereiche. Im Jahr 2007 will Intel damit 2 Milliarden US-Dollar an Kosten einsparen. Wenn die Umstrukturierung 2008 abgeschlossen ist, sollen in diesem Geschäftsjahr sogar 3 Milliarden US-Dollar weniger Aufwendungen erreicht werden.

Bereits Ende April 2006 hatte Intel-CEO Paul Otellini die größte Umstrukturierung in der Firmengeschichte angekündigt. Er hatte damals versprochen, seine Pläne binnen 90 Tagen vorzulegen, und am Ende dieser Periode steht jetzt die Entscheidung für den Personalabbau. In dieser Zeit hatte Intel zunächst 1.000 Manager entlassen und seine Abteilung für PDA- und Netzwerkprozessoren verkauft. Damit reduzierte sich der Personalstand bereits um etwa 2.000 Mitarbeiter, ein Teil des für 2006 geplanten Abbaus ist also schon geschafft.

Dennoch fallen die Maßnahmen für Intel-Verhältnisse ungewohnt drastisch aus. Auch während der Krise der PC-Branche in den Jahren 2000 bis 2004 hatte Intel sein Personal nicht signifikant reduziert, sondern durch Vorruhestandsregelungen und Einstellungsstopps die Kosten gesenkt. Auch jetzt will das Unternehmen für den Abbau der 10.500 Arbeitsplätze insgesamt 200 Millionen US-Dollar an Abfindungen aufwenden.

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